Am 08.01.2010 fanden in Winsen die Vorstandswahlen zur Bürgerinitiative zum Erhalt unseres Aller-Leine Tals statt.
Zweck der „BI Wietze“ ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen durch Naturschutz und Landschaftspflege, durch Umwelt- und Lebensschutz sowie die Verhinderung der Ansiedlung der Geflügelchlachtanlage in Wietze und der damit verbundenen Ansiedlung von Massentierhaltungen in der Region Aller-Leine-Tal.
Gut drei Wochen sind seit der Wahl des neuen Vorstandes vergangen.
Er ist in „Klausur“ gegangen und die Aufgaben wurden aufgeteilt.
Aus dieser Arbeit sind bisher folgende Ergebnisse zu verzeichnen:
„Schützenhilfe“ durch den Beitrag bei Report Mainz. Die Enthüllungen über den Umgang der sogenannten Impftrupps in den Mastställen der Firma Wiesenhof motivieren uns! Der Film von Report Mainz ist auf unserer Internetseite eingestellt: http://www.bi-wietze.de
Was ist von der Aussage “Wietze bekommt keine Mastställe” zu halten?
Nachfragen beim Landkreis Celle unterstreichen unsere bisher getroffenen Aussagen. Der bisher durch die Politik und den Investor verkündete Radius von 3 km Umkreis um den Schlachthof als sogenannte „Sperrzone“ in der kein Maststall errichtet werden darf, entbehrt jeglicher rechtlicher Grundlage. Es gibt kein Gesetz das besagt, dass es im Abstand von 3 km um einen Schlachthofes keine Maststallanlagen geben darf.
Somit ist auch damit zu rechnen, dass in Wietze Mastställe gebaut werden, nicht von Rothkötter, vielleicht aber von Wiesenhof? Es ist lediglich darauf zu achten, dass ein Abstand von 300m zur nächsten Wohnbebauung eingehalten werden muss. Sie selbst können somit abschätzen, wo in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft eine Maststallanlage gebaut werden könnte.
Zwischenfinanzierung:
Die von uns gewählten Mitglieder im Rat der Gemeinde Wietze haben im Dezember 2009 einer Kreditaufnahme von 1,23 Mio. € zur Zwischenfinanzierung für den Kauf des Grundstückes für den Schlachthof zugestimmt.
Damit begibt sich die Gemeinde Wietze bereits in Abhängigkeit zum Investor Rothkötter. Erlaubt sein muss auch die Frage, weshalb es nötig ist, einer Firma mit einem Jahresumsatz von 320 Mio. € eine Zwischenfinanzierung von 1,23Mio. € zu gewähren.
„Geflügelagrarland“ bedeutet „Stallpflicht“!:
Je nach „Dichte der Anzahl der Hühner“ entscheidet der Landkreis Celle, ob der gesamte Landkreis ein „Geflügelagrarland“ wird. Jede/r von Ihnen kann sich die „Dichte der Anzahl der Hühner“, bedingt durch die Mastställe sowie den Schlachthof mit 1.000.000 geschlachteten Hühnern in der Woche vorstellen……
Wir gehen davon aus, dass der gesamte Landkreis Celle zum „Geflügelagrarland“ wird, und dadurch eine kleinbäuerliche Hühnerhaltung unmöglich gemacht wird. Durch die Einstufung in ein „Geflügelagrarland“ sind alle Hühner in unserem Landkreis einzusperren. Kein Huhn im gesamten Landkreis darf mehr im Freiland gehalten werden. Überall herrscht Stallpflicht.
Wasserentnahme bisher ungelöst!
Die Firma Rothkötter ist zurzeit auf eine Wasserentnahme aus Bannetze angewiesen.
Dazu wurden Pumpversuche im Bannetzer Feld im Dezember 2009 durchgeführt. Zu dieser Zeit ist der Grundwasserspiegel auch bedingt durch den Wasserstand der Aller sehr hoch. Daraus resultieren falsche Ergebnisse! Würden die gleichen Bohrungen im Juli oder August eines Jahres durchgeführt werden (was Vorschrift ist), gäbe es andere Ergebnisse. Eine Wasserentnahme im Sommer würde dazu führen, dass dem Moor Wasser entzogen wird – mit allen ökologischen Folgen.
Wir haben nicht vergessen, dass wir kommenden Generationen gegenüber Verantwortung tragen.
„Bürgerbegehren“ in Wietze:
Wie in der Mitgliederversammlung beschlossen, prüfen wir die Möglichkeit der Durchführung eines „Bürgerbegehrens“.
Die Stimmung in Wietze scheint zu unseren Gunsten zu kippen.
Stichwort „Hühnerklein für Afrika“:
500 Millionen Familien sind weltweit abhängig von der bäuerlichen Landwirtschaft.
Durch die Lieferung von Resten aus der millionenfachen Schlachtung in Wietze und anderswo werden diesen Familien die Grundlagen eigenverantwortlichen Lebens versagt. Gefrorene Hühnerbeine, Hühnerhaut und Hühnerknochen werden per Containerschiffen nach Afrika gebracht und dort bei Hitze ungekühlt auf inländischen Märkten zu Dumpingpreisen verkauft. Der afrikanische Bauer wird seine Hühner nicht mehr los, weil wir trotz weltweiter Transportwege günstiger liefern! Unsere Entwicklungshilfe wird durch diese miese Geschäftemacherei ad absurdum geführt!
Es ist ausreichend Hähnchenfleisch vorhanden. Alles was jetzt zusätzlich hier produziert wird ist für das EU-Ausland gedacht.
Wir sind bereits 185 Mitglieder. Wenn Sie unser Anliegen unterstützen wollen, kommen Sie bitte auf uns zu.
Auf unserer Internetseite hppt://www.bi-wietze.de erhalten Sie nähere Auskünfte dazu.
Autorin: Gabriele Ruschmeier
im Auftrag von BI-Wietze
CelleHeute veröffentlicht den Pressetext im Original-Wortlaut. Der Inhalt muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Unabhängige Redakteure halten sich mit ihrer Meinung ohnehin zurück. CelleHeute ist unabhängig.

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Es ist eine Unverfrorenheit und eine Geringschätzung über die Köpfe der hier ansässigen Bürger so ein Projekt in Angriff zu nehmen, das so weitläufige Konsequenzen hat und einen unzumutbaren Eingriff in die Lebensqualität jedes einzelnen Einwohners bedeutet. Dieses wiegt auch nicht das Versprechen – es werden doch Arbeitsplätze in Wietze geschaffen- auf. Man weiß ja was solche Versprechen wert sind. Wenn auch, so wiegen diese nicht den Schaden auf, den eine solche Ansiedelung hervorbringt. Denn hier provitieren nur die Unternehmen davon und wir haben das Nachsehen.Was sind denn dann unserer Häuser noch wert, wenn man rundherum weges des Gestanks und des vermehrten Verkehrsaufkommens nicht mehr in Ruhe seinen Garten genießen kann. Dafür haben wir den Politikern nicht unsere
Stimme gegeben. Ruth Pflaumbaum
Die Politiker wurden gewählt um die Interessen und das Wohlbefinden der Bewohner zu verwirklichen und zu vertreten. Wenn die Politiker aber kaum in ihrem Sessel sich wohl und sicher fuhlen, vergessen sie im Nu, wozu sie gewählt wurden. Wenn so ein Projekt geplant wird, und die Politiker wissen ganz genau, dass so etwas nicht im Interesse der Bewohner liegt, sondern im Interesse der Unternehmer, dann muss etwas faules dahinter stecken. Bestichungen und Spenden für die eigene Partei sind Beispiele, die täglich zu hören sind.
Außerdem fragt man sich: wozu eine neue Geflügelchlachtanlage mit etlichen Massentierhaltungställen ??
Haben wir etwa nicht ausreichend zum Fressen von diesen Artikeln in Hulle und Fülle ?? Ist das nicht übertriebene Maßnahmen was die bestochene Politiker uns an zu drehen versuchen ?? Die Politiker sollen sich schämen etwas durch zu sitzen versuchen, wenn die Mehrheit der Bewohner dagegen sind.
Oligarchie
Der griechische Philosoph und Staatstheoretiker Platon (427-347 v. Chr.)
bezeichnete die gesetzlose Herrschaft der Reichen, die nur an ihrem Eigennutz
interessiert sind, als Oligarchie.
Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff: „Herrschaft Weniger“.
Er tauchte als Assoziation bei der Lektüre des CZ Berichtes
„ Landesminister Ehlen in Wietze: Starkes Werben für Schlachthof“
vom 27. Januar dieses Jahres sofort auf.
Auf dem Neujahrsempfang der Wietzer CDU hatten sich die ideologischen Hardliner
um Bürgermeister Klußmann diesmal die Unterstützung der niedersächsischen
Landesregierung in Gestalt des Landwirtschaftsministers besorgt. Scheinbar
schwinden die Kräfte der lokalen Befürworter der „Emslandisierung“ unserer Region.
So machte der Minister auch gleich mächtig Dampf gegen die Wietzer
Bürgerinitiative. Die wirtschaftlichen Chancen sollten ergriffen werden, im Gefolge
der Schlachtbetriebansiedlung würde weiteres Gewerbe in den Celler Westkreis
kommen.
Mit seiner abenteuerlichen Prognose, dass die Arbeitslosigkeit im Landkreis Celle
dadurch halbiert werden könne, betrat er schon die Vorhalle des Orakels von Delphi
(berühmte Weissagungsstätte im antiken Griechenland).
Schließlich verlor er seine demokratische Maske bei der unverschämten Bemerkung:
“Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, auf stur zu schalten. Politik auf Zuruf hat noch
nie funktioniert.“
Ja, was meint der Minister mit seinen Worten? Dass er und andere Verfechter von
Schlachthöfen und Mastställen schwerhörig oder gar taub sind, wenn Teile des
Volkes erhebliche Bedenken gegen die Verwandlung Ostniedersachsens in ein
Schlachtfeld der Agrarindustrie äußern? Ein merkwürdiges Verständnis der Funktion
eines Ministers. Das Wort stammt aus der lateinischen Sprache und bedeutet
„Diener“. Sollte ein Diener nicht auch einmal auf Worte seines Herrn hören? Der
„Herr“ ist das Volk, in diesem Fall zumindest erhebliche Teile des Volkes!
Mit der Aussage, „Politik auf Zuruf hat noch nie funktioniert“, ist das so eine Sache.
Der Minister beschreibt wahrheitsgemäß seine grundlegende Haltung, den Kritikern
der Agrarindustrialisierung solle man stur nicht zuhören.
Die Zurufe der Industriellen Rothkötter, Wesjohann (Wiesenhof) und anderer hat er
aber offensichtlich gern gehört, sonst würde sich das Landwirtschaftsministerium
nicht derart vorbehaltlos deren Profitinteressen beugen.
Man sieht, es ist nur die Frage wer da „zuruft“. Mächtige ökonomische Interessen, die
zwar vom Volk nicht gewählt wurden und daher auch keine demokratische
Legitimation besitzen, können gleichwohl ungeteiltes Gehör bei unseren
„Volksvertretern“ finden. Sicher, unsere Landtagsabgeordneten und auch die
Landesregierung sind aus allgemeinen, freien, gleichen und geheimen Wahlen
hervorgegangen. Einige Politiker scheinen anschließend jedoch vergessen zu haben,
wem sie dienen sollen. Keine Sorge, spätestens zu den nächsten Landtagswahlen
werden sie wieder so tun als gälte ihre einzige Sorge der Bevölkerung.
Parteispendenskandale, wie jüngst bei der Bundes FDP, werfen jedoch auch auf die
politikgestützte Ausweitung der agrarindustriellen Produktion ein ungünstiges Licht
und das ist vielleicht nur die Spitze des Eisbergs.
Mit „gesetzloser Herrschaft der Reichen“ meinte Platon übrigens nicht, dass es
überhaupt keine Gesetze gäbe.
Auch zu seiner Zeit, wie heute, lenkten Gesetze die Geschicke des Gemeinwohls im
positiven Sinne. Jedoch muss der große Philosoph auch – oder besser trotzdem –
die Begrenztheit der staatlichen Gesetze gegenüber dem Profit- und Machtstreben
einiger weniger Bürger gesehen haben. Diese „Oligarchen“ bestimmen oft direkt oder
indirekt (über ihre Vertreter in den Gremien) die Ausformulierung und
Verabschiedung der Gesetze mit.
Vielleicht ist es daher auch für eine einzelne Gemeinde so schwer bis nahezu
unmöglich, den Bau von mehreren 40.000 Hühner umfassenden Mastställen zu
verhindern. Kein Schelm ist, wer dabei Böses denkt, es ist ja nur „versäumt“ worden,
die Gesetze rechtzeitig zu verschärfen.
Wenn dagegen „Hartz4“ verschärft werden soll, wird man keine Oligarchen und nur
wenige CDU Politiker finden, die dagegen etwas einzuwenden haben.
So sieht Ausgewogenheit im Deutschland des Jahres 2010 aus!
Bitte, ziehen Sie Ihre Schlussfolgerungen daraus und sorgen Sie mit Ihren
Stimmzetteln für eine deutliche demokratische, soziale und ökologische Veränderung
bei den nächsten Wahlen in Niedersachsen!
Die Oligarchen können wir übrigens mit unserem Konsumverhalten „abwählen“!
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!
Dirk Weißenborn
Schlachthof Wietze “Die Wiege des Übels”
Ohne Schlachthof keine Mastställe und ohne Mastställe kein Schlachthof !
Also nur gemeinsam sind wir stark.
Das Gemehmigungsverfahren für den Schlachthof- Wietze geht in die letzte Runde. Die Politiker der kleinen Gemeinde Wietze können mit entsprechendem Druck der Öffentlichkeit noch zurück rudern. Doch sie müssen sich natürlich auch sicher sein das die breite Öffentlichkeit neue Mastställe und somit auch den Schlachthof in Wietze ablehnt.
Um dem Gemeinderat Wietze dieses zu verdeutlichen ist es allerdings nötig zu folgenden Terminen aktiv zu werden und anwesend zu sein:
Donnerstag, 11.02.10, um 19:00 Uhr Infrastruktur-Ausschuss-Sitzung in der Schulturnhalle,
Dienstag, 16.02.10 um 19:00 Uhr Ratssitzung in der Aula der GHR-Schule, davor um 17:00 Uhr nichtöffentliche VA-Sitzung.
Für Mitte Mai ist in der Schulturnhalle eine 2-tägige Anhörung zu den Planungen der Fa. Rothkötter geplant.
Die Pläne, die dann zur Diskussion stehen, werden am 11. bzw. 16.02. durch den Rat und seine Ausschüsse vorberaten und danach öffentlich zur Stellungnahme ausgelegt.
Die danach eingegangenen Anregungen und Bedenken werden in der Mai-Veranstaltung beraten, bewertet und hinsichtlich ihrer Auswirkungen diskutiert.
Diese Aufzählung der Reihenfolge macht deutlich, wie wichtig die Wahrnehmung der Ausschusstermine für aller Gegner von neuen Mastställen oder dem Schlachthof ist.
Die Fa. R. hat die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem BIMSchG beireits beim Gewerbeaufsichtsamt LG vorgelegt.
Wer ist dabei?
Liebe Grüße,
Michael
Hallo, zur Klarstellung: Das Emsland (EL) hat in den letzten Jahrzehnten eine Umwandlung vom Elends-Land (Arbeitssuchende wanderten zu Daimler Benz nach Sindelfingen ab) zum Elite-Land hingelegt, ohne Subventionen, ohne Konzerne. Das Emsland heute: Geringe Arbeitslosigkeit, geringe Verschuldung, schöne Dörfer (die meisten Preise bei “Unser Dorf soll schöner werden), geringe Verschuldung von Privat und Gemeinden, hohes Pro Kopf Einkommen, hohe Geburtenrate, geringe Scheidungsrate. Und unser heiliges Ostniedersachsen ? Was wäre es ohne VW ?
Das hört sich ja super an – wo sind denn die Zahlen her? Gibt es einen link dazu?
@Meyer- Das hört sich ja super an, wo sind die Zahlen den belegt ? Können Sie den Ensprechenden link veröffentlichen oder eine Quellenangabe zu Ihren Ausführungen machen?Danke Michael