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“Wo ist das?” – Such- und Rätselbild April 2012

Das April-Bild der Celler Such- und Rätselbilder ist eine historische Celler Ansichtskarte, die 1912 abgestempelt wurde.

Sie zeigt eine Reihe von Gründerzeit-Villen, wie sie früher auch an den Celler Ausfallstraßen typisch waren. Alle Bauten auf der rechten Seite stehen heute noch, doch ist die Situation auf den ersten Blick nicht ohne weiteres wiedererkennbar, weil die alten Vorgärten aus einem bestimmten Grund verschwunden sind. Hinten rechts sieht man ein markantes klassizistisches Gebäude, das einmal eine Ausspannwirtschaft war, die heute noch nach einem skandinavischen Regenten benannt ist.

Wer erkennt die Situation auf der alten Ansichtskarte wieder? (Bitte denken Sie daran, dass Sie durch Klicken auf das kleine Bildchen einen größeren Fotoausschnitt öffnen können.) Die richtige Lösung mit Namen, Anschrift und Alter wie immer an hieristdas@celleheute.de.

Die Lösung des März-Rätsels

Zu sehen war ein Baustellen-Bild während der Erbauung des Karstadt-Kaufhauses (Poststr.3), das ein ganzes Karree zwischen Bergstraße, Poststraße und Mauernstraße einnahm. Der Fotograf stand1965 auf dem heutigen Robert-Meyer-Platz und schaute nach Norden. Im Hintergrund sieht man die Gebäude Mauernstraße 1, 2, 3 und 4. Links vorne angeschnitten ist das Fachwerk-Eckgebäude Poststraße 5 (heute “Orsay”).

Die Besonderheit des Rätselbild-Fotos ist die hinter der Bautafel zu sehende Musterfassade. Sie stand 1965 kurze Zeit nach Abriss des Kaufhaus-Vorgängerbaus und nur deswegen kann man auf dem Bild über das abgeräumte Grundstück bis hinüber zur Mauernstraße schauen. Der Entwurf für das wesentlich vergrößerte neue Kaufhaus war 1961 aus einem Wettbewerb hervorgegangen, den der Düsseldorfer Architekt Walter Brune gewann. Brune wurde später weltweit als Kaufhausarchitekt berühmt und noch später berüchtigter Kritiker von deutschen Innenstadt-Einkaufszentren; siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Brune.

Brunes erster Fassadenentwurf sah großflächige Glasscheiben vor, die jedoch vor Ort abgelehnt wurden. Stattdessen ergab eine Überarbeitung des Entwurfs eine Aluminium-Rasterfassade von 10×10 cm-Profilen, die jeweils Tafeln von 1,20 m Kantenlänge umschließen und die strukturell ans Celler Altstadt-Fachwerk erinnern sollten. Für diese ‘Ausfachungen’ wurden Emailplatten gewählt, die von einer Düsseldofer Kunstgewebeschul-Professorin Schulz künstlerisch gestaltet waren. Um sich genau dies vor Ort im Maßstadt 1:1 veranschaulichen zu können, wurde
1965 die Musterfassade errichtet, die das März-Rätselbild zeigte.

(Zum Karstadtbau der 1960er-Jahre siehe Michael Hilds Beitrag in: “Celle. Das Stadtbuch”, 2003, S. 151 und S. 148 f.).

Viele richtige Einsendungen haben uns wieder erreicht – leider haben es aber wieder einige versäumt, neben der richtigen Lösung auch ihre korrekten Daten zu nennen und sich somit um einen möglichen Gewinn gebracht. Über jeweils ein Buch “Naturkosmetik – einfach selbst gemacht” von der Celler Autorin Cosima Bellersen Quirini können sich aber freuen:

Ute Reich, Celle
Johannes Malina, Frankfurt/M.
Michael Kessel, Wienhausaen
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