“Wo ist das?” – Such- und Rätselbild Juni 2012
Das Juni-Rätselbild zeigt den Ausschnitt eines künstlichen Vogelschwarms, der an einem Celler Gebäude herumsaust. Dabei handelt es sich um ein Beispiel von Celler “Kunst am Bau”. Damit ist die Bauherren-Selbstverpflichtung des Staates gemeint, aus seinem baukulturellen Anspruch heraus einen gewissen Anteil (meist 1 %) der Baukosten öffentlicher Bauten für Kunstwerke zu verwenden.
Häufig nimmt das Kunstwerk Bezug auf den jeweiligen Ort oder die Bauaufgabe, aber nicht so bei dem hier gesuchten Bauwerk aus den 1950er-Jahren. In diesem nicht öffentlich zugänglichen Gebäude ging es immerhin auch um weite Verbindungen und insofern hat das Vogelflug-Kunstwerk das Thema indiekt wohl gerade noch gestreift. Wer erkennt das Fassadendetail, nennt die Gebäudefunktion & die Adresse? Die richtige Lösung mit Name, Alter und Adresse wie immer an hier-ist-das@CelleHeute.de. Zu gewinnen gibt es wieder Buchpreise von DECIUS.
Die Lösung des Mai-Rätselbildes:
Zu sehen war eine Zier-Dachgaube des Trüller-Hauses, Westcellertorstraße 15A. Besonders gut erkennen kann man dieses hübsche Detail, wenn man gegenüber aus den oberen Fenstern der Stadtbilbiothek herüber sieht.
Das Wohn- und Geschäftshaus des Keksfabrikanten Harry Trüller wurde 1908 nach Entwürfen des erst kurz zuvor nach Celle gekommenen Architekten Otto Haesler errichtet. Leider sind (vor dem Denkmalschutz) fast alle Fenster durch klobige und ungegliederte Aluminium-Konstruktionen ersetzt worden. Welcher enorme Gestaltungsverlust dadurch entstand, kann man anhand der einzig verbliebenen Dachgauben-Fensterchen erkennen und auf historischen Fotografien, wie der hier als Auflösungs-Bild beigebenen alten Ansichtskarte. Bitte klicken Sie zur Vergrößerung auf dieses Kleinbildchen: Dann erkennen Sie die ehemals phantasievollen Jugendstil-Fenstersprossierungen, die meines Wissens einzigartig gewesen sind. Es stünde dem heute dort residierenden, renommierten Celler Makler-Unternehmen sicher gut an, wenn es das Erscheinungsbild seines Firmensitzes in diesem Sinne repräsentativ wiederherstellen würde … und die Celler würden es ihm danken!
Je ein Buch von DECIUS haben gewonnen:
Claus Schlaberg, Celle
Frank Krappig, Celle
Ulrich Schröder, Celle
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