“Nicht die Huren profitieren”, so lautet die Überschrift einer Sendung von Stefanie Meinecke in dradio am 11.01.2012. Meinecke zitiert in ihrer Reportage Prostituierte und Bordellinhaber. Ihr Fazit ist, dass die Legalisierung der Prostitution für die Frauen keine Verbesserung gebracht hat, sondern für die Freier.
Das Celler Frauenforum mit Katharina Sander und Brigitte Fischer möchte diese Berichterstattung zum Anlass nehmen, die PolitikerInnen darauf hinzuweisen, dringend eine Überprüfung des Gesetzes zu veranlassen und sich somit für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung der betroffenen Frauen einzusetzen.
Durch die Änderung des Strafgesetzes, dass Prostitution nun nicht mehr strafbar ist, sei alles viel leichter geworden, so ein Bordellbetreiber. Auch Bundesregierung und Bundesrat seien die Schwachstellen des Prostitutionsgesetzes bekannt. So kritisierte bereits vor fünf Jahren Ursula von der Leyen, dass nur ein Prozent der Prostituierten einen Arbeitsvertrag habe, der Zugang zur Sozialversicherung nach in Kraft treten des Gesetzes kaum mehr genutzt werde und sich in Sachen Kriminalität nichts geändert habe.
In einer Bundesratsinitiative in 2010 wurde festgestellt, dass die Legalisierung der Prostitution unter anderem die Eingriffsrechte der Polizei so stark beschneide, dass das Gesetz – Zitat – „für Prostituierte nicht hinnehmbare Gefahren für Leben, Gesundheit und körperliche und seelische Unversehrtheit birgt“.

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