CELLE. In Celle können Besucher und Bewohner ab sofort das reichhaltige Bauhaus-Erbe des Architekten Otto Haesler live und hautnah erleben. Der neue, digital unterstützte Rundweg führt entlang der sieben wichtigen Gebäude des Architekten wie der international renommierten Altstädter Schule oder der Siedlung Italienischer Garten. Per QR-Code können sich Interessierte an den neuen Info-Stelen zusätzliche Informationen wie Videos, Animationen, Texte und Bilder zu jedem einzelnen Gebäude abrufen. Seit vergangener Woche ist zudem nach Sanierung das otto-haesler-museum wieder geöffnet.

Es hat sich viel getan in Celle in den letzten beiden Jahren in Sachen „Neues Bauen“. So können sieben Bauwerke des Architekten Otto Haesler, der in einem Atemzug mit Walter Gropius genannt werden kann, ab sofort mit einem neuen digital unterstützen Rundweg erlebt werden. Das otto haesler museum wurde neu gestaltet, modernisiert und kann nun mit erweiterten Öffnungszeiten besucht werden. Eine Bauhaus Bahn fährt täglich um 13.00 Uhr ab Schlossvorplatz auf einer neuen Route die wichtigsten Gebäude an und informiert über die Hintergründe der Bauwerke.

Das Thema ist für den Geschäftsführer der Celle Tourismus und Marketing GmbH Klaus Lohmann alles andere als eine Eintagsfliege: „Unser Brot-und-Butter-Geschäft bleibt die lebendige Altstadt mit ihrem einzigartigen Fachwerk. Aber anlässlich des Bauhaus-Jubiläums haben wir einen touristischen Schatz entdeckt“, freut sich Lohmann. Diesen gelte es von auch zukünftig zu vermarkten und den Besuchern zugänglich zu machen. „Aus diesem Grund freut es mich ganz besonders, dass so viele unterschiedliche Akteure und Unterstützer in der Stadt vom Bauhaus-Fieber infiziert wurden und sowohl tatkräftig als auch finanziell mitgeholfen haben, das Thema aufzuarbeiten und lebendig werden zu lassen“, so Lohmann weiter.

Das otto-haesler-museum ist von nun an mittwochs bis sonntags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem wurde es renoviert und mit zahlreichen neuen Infotafeln aus Otto Haeslers Zeit in Celle aufgewertet. Vor allem die Person Haesler und das Leben in seinen Gebäuden werden durch die neuen Tafeln und Exponate stärker betont. Ein interaktiver Monitor lässt die Zeit der 20er und 30er Jahre in Form von Originalbildern wieder lebendig werden. Der Eintritt ist weiterhin frei.  Die Otto-Haesler-Stiftung als Betreiber freut sich jedoch über Spenden.

Ebenfalls neu und für eine nachhaltige Vermarktung und Erlebbarkeit des Neuen Bauens geschaffen, wurde der digital unterstütze Otto Haesler-Rundweg. Auf ca. 4,5 km können Besucher zu Fuß oder auch mit dem Rad die bedeutenden Bauwerke Haeslers erleben. Der Rundweg führt anhand von Schildern und Wegweisern zu den sieben Gebäuden und Siedlungen. Dort gibt es jeweils in deutscher und englischer Sprache ausführliche Informationen in Form einer Stele. Wer mehr wissen möchte, scannt den QR-Code der Stele und wird automatisch zur Website www.neuesbauen-celle.de geleitet. Auf ihr gibt es zu jedem Bauwerk ausführliche Zusatzinformationen und historische Bilder. Filme, Drohnenflugvideos und Animationen bereichern die Website. Hier finden Interessierte auch alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sowie sämtliche touristischen Angebote rund um das Thema Bauhaus.



Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.