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Wirtschaft

100. Puma aus Rheinmetall-Produktion rollt vom Band

16.05.2018 - 13:30 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

UNTERLÜSS. Der 200. Schützenpanzer Puma für die Bundeswehr ist heute am Rheinmetall-Standort Unterlüß vom Band gerollt. Es ist gleichzeitig der 100. Puma aus der Fertigung des Düsseldorfer Konzerns am Standort Unterlüß. Entwickelt, produziert und in der Nutzungsphase betreut wird der Puma durch die Projekt System & Management (PSM) GmbH – ein 50:50-Joint Venture von Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann. Das Jubiläumsfahrzeug soll in Kürze der Bundeswehr in Munster zur Verfügung gestellt werden.



Der jetzt erreichte Meilenstein zeige, dass die Produktion des Puma weiterhin planmäßig auf Hochtouren läuft, teilt Rheinmetall anlässlich der Fertigstellung des 200. Puma mit. Derzeit befindet sich der Schützenpanzer in der Einführungsphase bei der Truppe. Die Auslieferung der insgesamt 342 Gefechtsfahrzeuge, die im Juni 2015 begann, soll 2020 abgeschlossen sein. Zusätzlich zu den Schützenpanzern wurden auch acht Fahrschulpanzer für den Ausbildungsbetrieb ausgeliefert.

„Mit der Einführung des Schützenpanzers Puma in die Bundeswehr erhält die deutsche Panzergrenadiertruppe ein neues Hauptwaffensystem, das im Panzerbau weltweit eine neue Dimension darstellt. Der Puma eignet sich für alle Einsatzszenarien und alle Klimazonen und ist das leistungsfähigste und modernste System seiner Art. In punkto Wirksamkeit im Einsatz, Mobilität, Führungsfähigkeit und Aufklärung setzt er neue Maßstäbe. Neben einem modularen, hochwirksamen Schutz besitzt der Puma ein einzigartiges Durchsetzungsniveau und die Fähigkeit, im Rahmen vernetzter Operationen eingesetzt zu werden. Der Schützenpanzer bietet Raum für eine Besatzung von neun Soldaten und kann mit dem militärischen Transportflugzeug A400M zum Einsatzort verbracht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung von Rheinmetall über sein Produkt.

Rheinmetall fertige nicht nur die Hälfte der Puma-Schützenpanzer, sondern sei zwischenzeitlich durch die Bundeswehr über die PSM GmbH mit weiteren Systemerweiterungen beauftragt worden. Diese sollen die „State-of-the-art Leistungsfähigkeit“ dieses Waffensystems auch für die nächsten Jahrzehnte sicherstellen und weiterhin die Ausbildungsmöglichkeiten verbessern. Hierzu zählt laut Rheinmetall u.a. die Entwicklung der neuen turmunabhängigen Sekundärwaffenanlage für den Puma, die den Einsatz von nicht tödlichen Wirkmitteln ermögliche sowie der Einbau modernisierter Sichtmittel und Displays.

Ein weiterer Auftrag umfasst neue Ausbildungsmittel für die Bediener des Puma-Turms. Separate Turmtrainingsanlagen, die jeweils aus einem Serienturm und dem oberen Wannensegment des Puma bestehen, ermöglichten künftig die Ausbildung der Kommandanten und der Richtschützen unabhängig vom Fahrzeug. Instandsetzungspersonal könne Wartungs- und Montagearbeiten am Turmtrainer effektiv und realitätsnah üben. Dies schone Ressourcen und reduziere Kosten. Die Ausbildung könne zudem flexibler
gestaltet werden.

Weitere Aufträge umfassen unter anderem die Herstellung und Lieferung von Munition sowie Lieferung von Sonderwerkzeugen und Ersatzteilen. „Internationale Kunden aus NATO und NATO-assoziierten Staaten zeigen aktuell hohes Interesse am Puma. In Vergleichserprobungen konnte er seine herausragenden Fähigkeiten unter Beweis stellen“, teilt Rheinmetall anlässlich der Auslieferung des „Jubiläums-Puma“ mit.

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