CELLE. Im Zweijahresrhythmus treffen sich um die 2000 Jugendliche aus der Landeskirche Hannovers im Sachsenhain in Verden – der Einrichtung für evangelische Jugendbildung in Niedersachsen – zum, nach ihren Angaben, größten Zeltcamp des Landes.  „Das war für uns eine logistische Herausforderung mit so vielen Jugendlichen unterwegs zu sein. Aber wir haben es geschafft“, sagt Kirchenkreisjugendwartin Susanne Mauk.

Das Ganze sei nur mit dem Engagement von Jugendlichen zu stemmen, die bereit sind für drei Tage eine Zeltstadt auf einer Weide aufzubauen – zum Schlafen und für die über 100 Veranstaltungen. Die Angebote auf dem Camp reichten von Bühnenshows mit Liveband und Poetry Slam über Bibelarbeiten und Diskussionsforen zu den Themen Ökologie, Interkulturalität und Zukunft der Kirche bis hin zu Workshops, in denen man seinen Fruchtshake selbst mit einem Fahrrad „ertreten“ konnte. Und wem das zu wenig anstrengend war, lernte im Handumdrehen das Jonglieren.

„Es gibt ja Menschen, die denken, Kirche sei veraltet und weniger aktuell“, so Tom Kentel, 20 Jahre, FSJler im Kirchenkreisjugenddienst. Er war im Redaktionsteam des Mediencenters aktiv. „Wir haben eine tägliche Liveberichterstattung produziert von dem, was alles auf dem Camp lief. Da stehen wir den landesweiten Fernsehsendern in nichts nach! Das war professionelles Ehrenamt – technisch und – na klar –handwerklich! Mein Highlight des Camps!“ (im Netz unter: https://www.youtube.com/ watch?v=VFthqkNH6x0

„Natürlich wollen wir die Jugendlichen miteinander ins Gespräch bringen“, erklärt Sonja Malik aus dem Kirchenkreis Celle, 19 Jahre, und Organisatorin für dieses Großereignis. »Wir sind als mobile Litfaßsäulen über den Platz marschiert. Jeder konnte seine Meinung zum Motto des Camps darauf notieren.“ Ein Statement lautete: „Kirche ist ein ganz normales Hobby“. „Das hat mich schon ins Nachdenken gebracht“, räumt Malik ein und schlussfolgert, „nein. Kirche ist schon mehr für mich als nur ein Hobby. Kirche geht nur, wenn man davon überzeugt ist. Sonst würde ich das hier nicht machen!“

Einer der Höhepunkte war der Gottesdienst in der Nacht von Samstag auf Sonntag im Hauptzelt. Vinzent Wiedemann, 19 Jahre, aus Klein Hehlen sagt dazu: „Als wir diesen Gottesdienst entwickelt haben, habe ich total unterschätzt, wie nervös man sein kann, wenn man mit über 1000 Jugendlichen zusammen das Glaubensbekenntnis spricht. Dann wird das Motto echt laut und stark. Das ist Gänsehautfeeling pur.“ Susanne Mauk und Michael Dierßen, Kirchenkreisjugendpastor, resümieren. „Landesjugendcamp ist ein großartiges Fest. Ein Zelt-Kirchentag in Niedersachsen für Jugendliche mit ihren Themen und ihren Aktionen – Kirche der Zukunft eben!“

Auftakt im Sprengelzelt

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