Wie sieht eine gute Bewerbung aus? Was ziehe ich an beim Vorstellungsgespräch? Wann ist der richtige Zeitpunkt, mit der Ausbildungsplatzsuche anzufangen? Fragen, vor denen die Schülerinnen und Schüler am Ende der 9. Klasse stehen, die ihnen in der Schule aber nicht immer überzeugend beantwortet werden.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass uns der Rotary-Club Celle-Schloss bereits im vierten Jahr bei der Beantwortung dieser Fragen unterstützt.“, fasst Peter Hofstede, Koordinator für den Bereich Wirtschaft an der Realschule Burgstraße den Zweck des Projektes zusammen.

Für Ihren Start in die Berufswelt bekommen die 120 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs der Realschule Burgstraße bereits im vierten Jahr ganz besondere Paten: 20 Mitglieder des Rotary Clubs Celle-Schloss werden sich von dieser Woche an um die Zukunft der jungen Menschen besonders kümmern: sie werden fiktive Vorstellungsgespräche führen, mit ihren „Patenkindern“ an den Bewerbungsunterlagen feilen und sicher auch den einen oder anderen Kontakt spielen lassen. Unter den Paten finden sich viele bekannte Namen aus Celle und Umgebung, Architektinnen, Ingenieure, Anwälte, Hoteliers, Richter, sogar ein Konditormeister und ein Theologe. Neben dieser hochkarätigen personellen Unterstützung fördert der Rotary Club Celle-Schloss das Projekt auch finanziell.

Die Patenschaften sind eingebettet in ein Gesamtprojekt „Bewerbungspaten“, dass der Verein Politik zum Anfassen e.V. aus Hannover an der Realschule Burgstraße realisiert. „Das Projekt versucht, neue Netzwerke zu stiften, die durch den fortschreitenden Wegfall von familiären Bindungen verloren gegangen sind.“, erklärt Geschäftsführerin Monika Dehmel vom Verein Politik zum Anfassen e.V. den Hintergrund des Projektes: „Wo früher Onkel oder Tanten mit Tipps und Beziehungen den Berufseinstieg begleiten konnten, nehmen bei uns die Paten diese wichtige Rolle ein“. Das Projekt „Bewerbungspaten“ ist eingebettet in die Berufsvorbereitung der Schule. An einem besonderen Projekttag haben die Schülerinnen und Schüler bereits ihre Stärken erforscht und eine „Werbekampagne für sich selbst“ gestaltet. Neben dem Besuch im Berufs-Informations-Zentrum stand im Deutsch- und Wirtschaftsunterricht das Verfassen von Bewerbungsunterlagen auf dem Stundenplan.

Und natürlich ist bei den Paten neben dem sozialen Engagement auch der sportliche Ehrgeiz geweckt: wer hat am Ende die meisten seiner Schützlinge in Ausbildungen vermittelt?

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