CELLE. Im Jahr 1893 aus der Not heraus entstanden, Wohnraum für die ärmere Bevölkerung zu schaffen, bietet der Celler Bau- und Sparverein e. G. (CBS) heute in rund 700 Wohnungen knapp 1400 Anwohnern Celles ein Zuhause. Am 24. April 2018 wird der drittgrößte Vermieter der Stadt 125 Jahre alt – gefeiert werden soll dieser Anlass mit einem großen Geburtstags-Familienfest für Mieter, Mitglieder der Genossenschaft und alle Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 28. April 2018 ab 14 Uhr in der CD-Kaserne. Heute informierten Vorstand und Aufsichtsrat der CBS über das Jubiläumsfest sowie Erreichtes und Ziele der als Genossenschaft betriebenen Wohnungsbaugesellschaft.

Mit Liegenschaften in der Blumlage, dem Hehlentor, der Heese, Klein Hehlen und Neuenhäusen habe die CBS viele Wohnungen in guten, stadtnahen Lagen zu bieten, erklärte Vorstandsmitglied und Geschäftsführer Fritz Stünkel. „Da in vielen Gebäuden ein hoher Modernisierungsbedarf bestand, haben wir uns in den letzten 10 bis 15 Jahren richtig reingehängt“, so der Geschäftsführer. Viele Häuser seien komplett saniert und modernisiert worden.

Einige Stadtviertel seien durch die Renovierung der Objekte und Maßnahmen zur Begrünung im Umfeld der Häuser deutlich schöner geworden, freute sich Gabriele Martens, Aufsichtsratsvorsitzende der CBS. Ein besonderes Projekt sei das Quartier Hattendorfstraße. Ganze Gebäude sind hier in den vergangenen Jahren renoviert, mit Aufzügen versehen und auch barrierefrei oder barrierearm ausgestattet worden. Mit dem Nachbarschaftstreff „Capito“, Mehrgenerationenwohnen, Mietergärten, der Celler Wo-Ge (eine Wohngemeinschaft für Ältere), Wohnen und Hilfe für minderjährige Mütter und einer Tagespflegeeinrichtung für Demenzkranke habe die CBS dazu beigetragen, dass sich die Heese zu einem lebhaften, bunten, multikulturellen Stadtteil entwickelt hat. „Wir haben hier versucht, uns an sogenannte Randgruppen ran zu arbeiten“, sagte Frank-Hartmut Kurfürst, Vorstandsvorsitzender der CBS. Man sehe es als genossenschaftliche Aufgabe an, mit diesem Angebot z. B. auch etwas gegen Alterseinsamkeit zu tun. Ende April/Anfang Mai werde zudem in der Hattendorfstraße eine Wohneinheit für eine Dementen-Wohngemeinschaft fertiggestellt.

Für die Jahre 2019/2020 stehe als nächstes die Renovierung von zwei Gebäudeblöcken an der Wittinger Straße auf der Agenda. An alle Renovierungs-Projekte gehe man jedoch nur mit einer großen Eigenkapitalreserve ran, damit die Mieter nach Abschluss der Arbeiten nicht mit zu hohen Mieten belastet würden. „Ich fände es schlimm, wenn die Mieter sich die Wohnungen nicht mehr leisten könnten“, betonte Kurfürst. Die Genossenschaft sei eine besonders den Mitgliedern und Mietern zugetane Unternehmensform, erläuterte Stünkel. „Das Plus dieser Unternehmensform ist, dass das, was in Kapitalgesellschaften an Rendite an die Eigner abfließt, bei uns direkt den Mitgliedern/Mietern zugute kommt“, so der Geschäftsführer.

Ganz besonders freuen sich Vorstand und Aufsichtsrat auf das große Geburtstags-Familienfest am 28.April in der CD-Kaserne. Anstelle einer Jubiläumsveranstaltung nur für geladene Gäste habe man sich dafür entschieden, ein Fest für Mieter, Mitglieder und alle Celler Bürgerinnen und Bürger stattfinden zu lassen. Auf dem Programm stehen ab 14 Uhr neben einer Talkrunde zum Thema „Wohnen in Celle“ Highlights wie ein Kindertheater, Poetry Slam, das Celler Kult-Gruppen-Karaoke-Event „Herdensingen“ mit den CD-Kasernen-Piraten und vieles mehr. Ein Mini-Food-Market lädt mit unterschiedlichen Köstlichkeiten zum längeren Verweilen ein. Der Eintritt zum Geburtstags-Familienfest ist frei.

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