Zwischenbilanz der DLRG: 15 Menschen in der ersten Jahreshälfte ertrunken

Wassersport Von Extern | am Fr., 06.08.2021 - 17:42

HANNOVER. Der DLRG-Bundesverband veröffentlichte gestern die bisherigen Ertrinkungszahlen für das Jahr 2021. In deutschen Gewässern gab es in den ersten sieben  Monaten mindestens 184 Ertrunkene*, in Niedersachsen waren es 15. Im Vergleich zu den  Vorjahren gehen die Zahlen in Niedersachsen weiter zurück: 2020 gab es 24 Todesfälle  durch Ertrinken (bis zum 21. Juli), 2019 waren es bis Mitte Juli noch 29. Dennoch mahnt die  DLRG zur Vorsicht, denn der Sommer ist noch nicht vorbei.  

Je wärmer es wird, desto mehr Menschen ertrinken. Das zeigt auch die bisherige Bilanz: Im Juni und Juli gab es in Niedersachsen insgesamt sieben Todesfälle, deutschlandweit waren es 116. Im  Vorjahr waren es zur selben Zeit zwölf (Niedersachsen) bzw. 95 (Deutschland).  

Die meisten Unfälle ereignen sich nach wie vor im Binnenland - besondere Gefahr besteht an ungesicherten Flüssen, Seen und Teichen. „Deshalb raten wir den Badegästen eindringlich,  bewachte Badestellen der DLRG zu nutzen. Nur so können unsere Rettungsschwimmer schnell im Ernstfall reagieren“, betont Dr. Christoph Penning, Leiter Verbandskommunikation des DLRG  Landesverbandes Niedersachsen. In Deutschland kamen (bis zum Stichtag am 21. Juli) über 75  Prozent in Flüssen (53) und Seen (86) ums Leben. In Niedersachsen zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier gab es zwölf Unfälle an Seen und Teichen, das entspricht 80 Prozent.  

Männer gehören - wie in den Vorjahren auch - zur Risikogruppe: 14 männliche Opfer gab  es bislang in Niedersachsen. 2020 waren es 19 in der ersten Jahreshälfte. Dabei würden  Leichtsinn, Selbstüberschätzung und der Einfluss von Alkohol oftmals eine Rolle spielen. „Wir müssen alle auf uns achtgeben und nur an Gewässern schwimmen gehen, die  bewacht sind. Achtet auf eure Kinder und die Menschen um euch herum. Wenn euch  etwas auffällt, meldet es direkt den Rettungsschwimmern vor Ort oder setzt einen Notruf ab“, appelliert Penning an alle  Badegäste.  

*Die Todesopferde der Flutkatastrophe in Westdeutschland sind nicht Teil der aktuellen Zwischenbilanz.