CELLE. Am Dienstag, 27. November 2018, findet die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe des Oberlandesgerichts statt. Um 20:00 Uhr spricht im Vortragssaal des Oberlandesgerichts Herr Professor Dr. Jens Peter Laut zum Thema: „Die Seidenstraße. Globalisierung im alten Zentralasien“

Die sog. Seidenstraße war ein Geflecht verschiedener Wege, die einen äußerst produktiven Austausch von Waren und Ideen zwischen China und dem Westen ermöglichten: In dieser Hinsicht kann die Seidenstraße als erste globale Handelsroute bezeichnet werden, die nicht zuletzt durch ihre wirtschaftliche Potenz ermöglichte, dass die verschiedensten Kulturen, Religionen und Sprachen im zentralasiatischen Zentrum der Route, dem heutigen Xinjiang, einen über Jahrhunderte funktionierenden, faszinierenden multikulturellen Schmelztiegel bildeten. Uigurische Türken, Iraner, Tocharer und Chinesen sind die Hauptakteure, und sie vertreten Manichäismus,  Buddhismus und Christentum, bevor Zentralasien in Gänze islamisiert wird. Insbesondere die Blütezeit der vor-islamischen Seidenstraße im Uigurischen Königreich (850-1250) soll im Mittelpunkt des Vortrags stehen.

Prof. Dr. Jens Peter Laut, 1954 in Hannover geboren, ist Direktor des Seminars für Turkologie und Zentralasienkunde der Universität Göttingen (seit 2008); vorher war er Professor für Islamwissenschaft/Turkologie an der Universität Freiburg (1996-2008). Seine Arbeitsschwerpunkte sind das vorislamische türkische Zentralasien und die Geistesgeschichte der modernen Türkei. Ein besonderes Interesse liegt dabei auf der Religionsgeschichte Zentralasiens und der türkischen Sprachreform seit Atatürk. Er ist Mitglied in diversen orientalistischen Gesellschaften und gehört seit 2010 der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen an. Seit 2016 ist er deren Zweiter Vizepräsident und Vorsitzender der Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlichen Klasse. Derzeit ist er Leiter des Langzeitprojekts „Wörterbuch des Altuigurischen“ und arbeitet an der Edition eines alttürkischen buddhistischen Werkes.

Eintrittskarten sind zum Preis von 5 € im Vorverkauf im Oberlandesgericht, Zimmer 140 (Mo. bis Do. 09:00 bis 15:30 Uhr, Fr. bis 12:00 Uhr) erhältlich. Restkarten ggf. an der Abendkasse. Reservierungen werden unter Tel. 05141 206-204 entgegengenommen. Es wird gebeten, reservierte Karten bis zum 27. November 2018, 14:00 Uhr, abzuholen.



Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.