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Vor Ort

2000 Euro für „Mr Müden“ beim Heidschnuckentag

12.07.2018 - 17:14 Uhr     CELLEHEUTE    0

MÜDEN/ÖRTZE: Unter den Augen von NDR- und RTL-Kamerateam sowie rund 1000 Gästen wurden heute 39 Böcke beim 69. Heidschnuckentag in Müden prämiert und versteigert worden. Züchter und Halter aus dem gesamten Bundesgebiet und angrenzendem Ausland nutzten die Chance, „direkt an der Quelle“ hochwertige und prämierte Böcke zu ersteigern. Bewertete wurden bei den Jährlingsböcken u.a. Muskeln, Wolle, Fellqualität und das Erscheinungsbild insgesamt.



„Mr Müden 2018“ stammt aus der Zucht von Gerhard Oehlers aus Lauenbrück, der seit 25 Jahren Heidschnucken züchtet – satte 2000 Euro brachte er ein. Ein weiterer Bock wird für 1750 Euro versteigert, aber viele knacken die 1000 Euro Marke nicht. „Der neue Mister Müden ist das Beste, was die Heidschnuckenzucht zu bieten hat“, ist Veranstalter Carl-Wilhelm Kuhlmann überzeugt. Sein neuer Besitzer, Gerd Jahnke aus Eimke, hätte sogar noch mehr geboten. Er wird sich in seiner Glockenbergschäferei zu rund 500 Heidschnuckenmüttern gesellen und hoffentlich für ebenso erfolgreichen Nachwuchs sorgen.

Eigentlich hatte sich auch Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast angekündigt, dann aber kurzfristig abgesagt. So wurde die Wolfsthematik nur an einem Info.Stand behandelt anstelle direkt vor Ort mit der Politik. Aus Sicht der Schäfer müsse das Tier bejagt werden. Sie machen ihn für den Rückgang der Heidschnuckenpopulation verantwortlich.

Mr. Müden auf RTL:
http://www.rtlnord.de/nachrichten/traditioneller-heidschnuckentag-in-mueden-bei-celle-wer-hat-den-schnuckeligsten-bock.html

Mr. Müden im NDR:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Boecke-unterm-Hammer-Heidschnuckentag-in-Mueden,mueden106.html

Heidschnucken sind quasi die „schnelle Eingreiftruppe in der Lüneburger Heide“: Sie fressen das Grün zwischen den Heidepflanzen und sorgen dafür, dass die Landschaft in Schuss bleibe. Die Graue Gehörnte Heidschnucke seie eine alte mischwollige Landschafrasse und stamme der Überlieferung nach von den auf Sardinien und Korsika lebenden Mufflons ab. Nach Schätzungen des Verbandes der Lüneburger Heidschnuckenzüchter gibt es in Niedersachsen noch etwa 15.000 bis 20.000 Tiere. Insgesamt würden in Niedersachsen 232.000 Schafe gehalten.
Fotos: Steffen Höntsch

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