25 Meter hoher Feuerwachturm durch THW gesprengt

Von Redaktion | am Sa., 13.02.2016 - 16:39

HERMANNSBURG. Die Ära des Feuerwachturms in der Klosterrevierförsterei Miele endete mit einem Knall: Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) haben den Holzturm heute Mittag mit einer Sprengladung zu Fall gebracht (wir berichteten in unserer Facebook-Ausgabe).

Bis vor acht Jahren diente der 25 Meter hohe Feuerwachturm bei Hermannsburg wie viele ähnliche Bauwerke der rechtzeitigen Erkennung von Waldbränden. Doch die moderne Waldbrandüberwachungstechnik hat den 1963 erbauten Turm überflüssig gemacht. Flächendeckend sorgen seit einigen Jahren Spezialkameras in der Lüneburger Heide dafür, dass die Feuerwehr Rauchentwicklung im Wald frühzeitig bemerkt. Hinzu kam, dass die Witterung dem mehr als 50 Jahre alten Turm aus Eichenholz stark zugesetzt hatte. „Das Bauwerk war einsturzgefährdet und eine Gefahrenquelle“, sagte der Leiter des Klosterkammerforstbetriebs. „Ein Abtragen Stück für Stück wäre sehr aufwendig gewesen. Daher sind wir froh, dass Spezialisten des Technischen Hilfswerks den Turm gesprengt ha-ben, so dass er umfällt und dann von unseren Mitarbeitern mit Motorsägen am Boden zerkleinert werden kann“, ergänzte von Waldthausen.

Die ehrenamtlichen Mitglieder der Fachgruppe Sprengen des Ortsverbandes Cuxhaven des Technischen Hilfswerks haben unter Leitung von Sven Biskupek den Holzturm im Rahmen der Aus- und Weiterbildung zu Fall gebracht. „Für die THW-Helfer war es eine wichtige Übung, solch eine Bauwerkssprengung zu planen und durchzuführen“, sagte  zuständige Sprengauf-sicht vom Landesverband Bremen und Niedersachsen der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. „Zur Sprengung des in Holz-ständerwerk ausgeführten Feuerwachturms wurde sogenannter gelantinöser Gesteinssprengstoff eingesetzt. Der Sprengstoff wurde aus der Ferne elektrisch gezündet“, ergänzte Bahr. Im Umkreis von 300 Metern wurde ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Zwei Familien, die in der Nähe wohnten, mussten das Gebiet räumen. Sie wurden vom THW vorab informiert.
Fotos: Klosterkammer