Das Niedersächsische Institut für Wirtschaftsforschung (NIW) feiert heute sein 30jähriges Bestehen.

Rund 150 Gäste aus ganz Niedersachsen aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Wirtschaftsverbänden sowie Mitglieder und Unterstützer des Instituts sind der Einladung zur Geburtstagsfeier im „Alten Rathaus“ von Hannover gefolgt, auf der gleichzeitig das 10jährige Jubiläum der Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung begangen wurde.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode würdigte in seinem Grußwort die erfolgreiche Arbeit des NIW und hob hervor, dass das NIW als Impulsgeber und Berater für die Politik in Niedersachsen eine wichtige Größe für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen darstelle. „Das NIW liefert seit mehr als 30 Jahren mit seinen Analysen und Prognosen wichtige Grundlagen für Entscheidungen in Politik und Wirtschaft und wird auch weiterhin dringend gebraucht. Die finanzielle Förderung, die wir leisten, sind echte Zukunftsinvestitionen“, erklärte Bode vor den Gästen und wünschte dem neuen Institutsleiter, Prof. Dr. Stephan Lothar Thomsen, und den Mitarbeitern des NIW weitere erfolgreiche Jahre. Thomsen ist seit Oktober 2011 im Amt. Unter seiner Leitung soll sich das NIW zu einem über die Landesgrenzen Niedersachsens hinaus anerkannten Institut weiterentwickeln.

„Das NIW blickt auf 30 erfolgreiche, aber bewegte Jahre zurück. Mit meiner Ernennung zur hauptamtlichen wissenschaftlichen Leitung haben alle Beteiligten – Vorstand und Geschäftsführung des Instituts, das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und die Leibniz Universität Hannover – einen wichtigen Grundstein für die Zukunft gelegt. Auf dieser Grundlage kann das NIW zu einem überregional sichtbaren Forschungsinstitut ausgebaut werden“, so Prof. Thomsen in seiner Begrüßung und bedankte sich für das bisher entgegengebrachte Vertrauen.

Als Gastredner konnte Prof. Dr. Dr. hc. mult. Franz, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und Vorsitzender des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gewonnen werden. Der Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Krise im Euro- Raum. In diesem Zusammenhang stellte er verschiedene Lösungskonzepte vor und erläuterte den Schuldentilgungspakt des Sachverständigenrates.

Zum Abschluss bedankte sich Prof. Dr. Bredemeier, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung und stellvertretender Vorstandvorsitzender des NIW für das entgegengebrachte Vertrauen in die Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung, die die gemeinnützige Forschungsarbeit des NIW seit 10 Jahren unterstützt.

Über das NIW:

Das NIW wurde 1981 unter dem damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht auf Empfehlung der Forschungsstrukturkommission gegründet und ist seitdem für die Landesregierung, für die niedersächsischen Landkreise, Städte und Gemeinden und für viele weitere Institutionen auf Landesebene aber auch überregional ein wichtiger Politikratgeber. Schwerpunkte der Arbeit des NIW sind Regionalforschung und -beratung, Innovations- und Arbeitsmarktforschung, finanzwissenschaftliche Fragen, Branchenstudien sowie Arbeiten und Gutachten zu einem breiten Themenspektrum, zu dem auch die Evaluation von Programmen und Projekten zählt.

Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft deutscher wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute ist das NIW bundesweit in den fachwissenschaftlichen Informationsaustausch und Arbeitszusammenhang mit anderen volkswirtschaftlich orientierten Instituten eingebunden. Gegenwärtig sind im NIW 16 Mitarbeiter, darunter 13 Wissenschaftler, beschäftigt.

Gleichzeitig feiert auch die Stiftung Niedersächsische Wirtschaftsforschung ihr 10-jähriges Jubiläum. Zusammen mit der Grundförderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sollen die Erträge des Stiftungskapitals dazu beitragen die wissenschaftliche Unabhängigkeit des NIW abzusichern.

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