Aktion gegen die Einsamkeit: 3500 Karten zum Valentinstag verteilt

Gesellschaft Von Extern | am Mi., 17.02.2021 - 15:13

NIENHAGEN. So manch ein Nienhagener dürfte sich am Wochenende gewundert haben über die Karte mit einem Valentinsgruß im Briefkasten. Viele kleine und große Mitbürger haben am Samstag und Sonntag die Karten in alle Briefkästen in Nienhagen und Nienhorst verteilt.

Unter dem Motto „Nienhagen steht zusammen – ein Gruß zum Valentinstag von Mensch zu Mensch“ hatten das Familienzentrum Kess, der SoVD Ortsverband Nienhagen und der Seniorenbeirat der Gemeinde Nienhagen dazu aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen und die Rückseiten der vorgefertigten Karten mit zu gestalten. So wurde in den vergangenen Wochen mit großem Eifer gemalt, gebastelt, geklebt, geschrieben und gedichtet: von Enkelkindern und ihren Großeltern, Familien, Jugendliche und Senioren, Vereinen aus Nienhagen, aber auch aus Wathlingen und Celle.

Kinder aus den Nienhagener Kindergärten und Bewohner der Seniorenresidenz Herzogin Agnes haben mitgemacht, Mitarbeiter der Gemeinde Nienhagen, und des Familienzentrums KESS wie auch Mitglieder des SoVD Ortsverbandes Nienhagen, des Seniorenbeirates und des SPD Ortsvereins Nienhagen. So kamen über 3.500 Karten zusammen, die mit einem persönlichen Gruß, einer kleinen Geschichte, einem Gedicht oder Spruch, einem Bild, einem Gemälde oder einer Collage gestaltet wurden.

Am vergangenen Freitag wurden dann die Karten von Andrea Engelke, Ursula Krüger-Pytlik und Roswitha Sartorius eingetütet und den Freiwilligen zur Verteilung übergeben. Bei herrlichem Winterwetter haben dann am Wochenende 34 Ehrenamtliche die Karten in alle Briefkästen gesteckt, auch hier Großeltern mit Enkeln, Familien, Jugendliche und Senioren aus Nienhagen und Nienhorst. Sollte wieder erwarten ein Nienhagener oder Nienhorster Briefkasten keinen Valentinsgruß erhalten haben, so können sie/er sich noch eine Karte im KESS abholen.

"Mit dieser Idee sollte eine weitere Gelegenheit geboten werden, sich und anderen eine Freude zu bereiten, nachdem die Aktion des geteilten Adventskalenders im vergangenen November so super angekommen ist", teilt der SoVD-Ortsverband mit. Die Corona-Pandemie verschärfe das Einsamkeits-erleben bei Kindern, Eltern, Singles und Senioren und deshalb sei es notwendig zu schauen, wie man trotzdem füreinander da sein kann, wie man trotzdem ein Miteinander leben und trotzdem in Kontakt bleiben kann, auch wenn man sich nicht besuchen, nicht umarmen, in diesen Zeiten nicht einander die Hand halten kann.