BOCKELSKAMP. Am letzten Juli-Wochenende wird wieder fleißig gerockt: Die 38. Auflage des Bockpalastes startet am Samstag, 29. Juli, auf dem Bolzplatz an der Grillhütte in Bockelskamp. Ab 19 Uhr werden vier hochkarätige Formationen die Funken sprühen lassen. Unter anderem wird eine Band aus Finnland zum zweiten Mal anreisen, die bei ihrer Premiere 2013 für mächtig Furore gesorgt hatte. Und für die Umbaupausen ist diesmal eine echte Überraschung geplant.

Als erste Band auf der Hauptbühne wird Amy Baker den Boden für eine grandiose Partynacht bereiten. Präsentiert wird eine wilde Mischung aus Punkrock-Coverversionen von Pop-, Rock-, Dancefloor und Jukebox-Classics der vergangenen fünf Jahrzehnte – frei nach dem Motto: „Depeche Mode in bed with The Ramones!“ Drei Viertel der Band bestehen übrigens aus Ex-Mitgliedern der Weltenretter, die 2009 beim Bockpalast gastierten.

Danach kommt erstmals in Bockelskamp klassischer Funk and Soul zum Zuge: New SoulGeneration ist eine junge Band des Kultbahnhofs in Gifhorn, deren Programm durch den Funk, Soul und Rock’n’Roll der 60er- bis 80er-Jahre führt.  Der Kultbahnhof ist als Kreativ-Raum sowohl Musikschule als auch Veranstaltungszentrum. Und New SoulGeneration entstammt diesem Dunstkreis. Zu hören sind Songs unter anderem von Mother’s Finest, Patti LaBelle, Prince, Stevie Wonder und James Brown.

Und dann wird es international: Black Magic Six aus Finnland lässt es sich nicht nehmen, ein zweites Mal nach Bockelskamp zu kommen. Wieder werden sich Taskinen und Japa die Seele aus dem Leib spielen und tanzbare Musik fernab des Mainstreams bieten. Experten sprechen von einem durch den Dreck gezogenen Gitarrensound und einer Stimme mit Cojones, verpackt in einem Gemisch aus Rockabilly und Punk’n’Roll. Hunderte von Shows in mehr als 20 Ländern sprechen für sich.

Der Headliner Grey Moray – zu deutsch Graue Muräne – kommt dann so richtig bissig daher. Der Sound der Celler aus fuzzigen, geboosteten Gitarren und schwerem Bass in Kombination mit rasierklingenscharfen Vocals und nicht enden wollenden Schlagzeug-Sintfluten soll die Fans von Stoner-Rock und Sludge-Metal in die Tiefe ziehen, ins Reich der Muräne. Grey Moray wurde 2015 von Musikern gegründet, die bereits bei Dynamite Roadkill oder Fire In Fairyland viele Erfahrungen sammeln konnten.

Auch in den Umbaupausen wird alles andere als Langweile aufkommen: Mit Eigenkompositionen, kreativen Klassiker-Versionen oder runderneuerten Traditionals verkündet Pickup The Harp aus Karlsruhe den Blues. Eine treibende Slidegitarre, rhythmische, aber auch gefühlvolle Bluesharp-Soli, ein unglaubliches Piano und die schon fast „schwarze“ Stimme des Sängers formen den ursprünglichen, rauen Charakter des Sounds. Aber Pickup The Harp präsentiert sein Programm nicht wie andere Bands – mehr wird nicht verraten, man darf gespannt sein. Übrigens: Der Eintritt zum Open Air ist wie immer gratis.

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