41 Vogelarten bei dreistündiger Wanderung gehört oder gesichtet

Umwelt Von Extern | am Mo., 21.06.2021 - 15:15

CELLE. Frühmorgens brach die siebenköpfige Gruppe unter Leitung von Dr. Langbehn am Samstag zur vogelkundlichen Wanderung in Lachtehausen auf. Am Wegesrand konnte man Salomonsiegel, breitblättrigen Sitter, duftende Brombeere (sehr selten), Beinwell, Kuckuckslichtnelke und vieles mehr betrachten.  

An der Lachte wiesen Heiner Lammers und Helga Habekost (beide vom BUND) auch auf das drüsige Springkraut und den japanischen Knöterich hin. Diese beiden oft unterschätzten Problempflanzenarten sollen im Rahmen der Ostumgehungs-Ausgleichsmaßnahmen entfernt werden, denn als sogenannte „invasive“ Pflanzenarten bzw. Neophyten verdrängen sie heimische Arten, sodass der standort-typische Pflanzenbewuchs zurückgeht. Die Bekämpfung ist äußerst schwierig – man dürfe gespannt sein, ob diese Maßnahme greifen werden, so die BUND-Mitglieder. Diese zusätzliche Naturschutz-Maßnahme hatte dazu beigetragen, dass der BUND-Landesverband einem Vergleich zum Allerquerungs-Bauabschnitt der Ostumgehung zugestimmt hatte. 

Nach gut dreistündiger Wanderung hatte man 41 verschiedene Vogel-Arten gehört oder/und gesehen. Außer diversen Kleinvogel-Arten waren auch der Baumfalke, roter und schwarzer Milan, Kuckuck, Fasan, Weiß-Storch und Grau-Reiher dabei. Im Vergleich zu den Vorjahren fehlten leider die Nachtigall, der Pirol, Feldschwirl und mehrere Specht-Arten. Mag sein, dass dieses dem Beginn der Bauarbeiten (Rodungen im Finkenherd, Masten-Erhöhung der Überland-Stromleitung und dem Bau eines Ersatz-Radweges,) geschuldet ist, denn der Lärm und der „Umbau des Waldes“ bewirken natürlich eine Verdrängung diverser Vogelarten, wie die BUND-Mitglieder erläutern.

Dass es trotzdem derart viele Vogel-Arten waren, die die Vogelkundler feststellen konnten, könnte damit zusammenhängen, dass in diesem Bereich der Lachtemündung bis hin zur Altenceller Aller-Brücke sich sehr unterschiedliche Böden befinden (Überschwemmungsflächen von Lachte und Aller, sowie die Endmoränen-Dünen des Finkenherdes und des Schwalbenberges), wo entsprechend unterschiedliche Lebensraumtypen auf engstem Raum zu finden sind.

Text: Helga Habkost