WINSEN. Nur gut jeder zweite Winser ging zur Wahl und es sah nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus: Nach Auszählung der Hälfte aller Wahllokale hatte CDU-Herausforderer Florian Hemme die Nase vorn (wir berichteten live in unserer Facebook-Ausgabe). Aber am Ende lag der 51-jährige Amtsinhaber mit 56,5 Prozent der Stimmen laut vorläufigem Endergebnis vorn. Für den 33-jährigen Hemme stimmten 43,5 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 57,3 Prozent.

Dafür, dass der CDU-Kandidat von seiner eigenen Partei kaum finanzielle und ideelle Unterstützung erhielt, ist das Ergebnis mehr als ein Achtungserfolg. Trotzdem war Oelmann „sehr zufrieden mit dem Ergebnis“ und wollte zwar „nicht nachtreten“, teilte in seiner Dankesrede dann aber doch ordentlich aus: „Ich bin stolz darauf, dass wir einen sauberen Wahlkampf hingelegt haben, was man von der anderen Seite mitnichten behaupten kann. Was in den letzten Tagen an Dreck und Schmutz hochgewühlt wurde, ist nicht in Worte zu fassen. […] Der Pastor hat keine Werbung für die evangelische Kirche gemacht.“

Das obligatorische Händeschütteln im Rathaus blieb aus – als Hemme kam, war Bürgermeister Oelmann fünf Minuten vorher verschwunden, zum Feiern im Hotel Bremen. Auch auf ein gemeinsames Pressefoto konnte man sich nicht einigen und Oelmann verzichtete darauf, die Glückwünsche der UWG anzunehmen. Oelmann ist seit 2011 Bürgermeister in Winsen und wurde für weitere acht Jahre gewählt.

Fotos: Peter Müller

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