In den kommenden Tagen setzt sich für Mitte April sehr warme Mittelmeerluft durch und beschert uns teilweise hochsommerliche Temperaturen. Das versprechen die Meteorologen von WetterOnline. Durch das schöne Wetter kommt jedoch auch die Vegetation rasend schnell in Fahrt. Starker Pollenflug lässt Allergiker mit juckenden Augen und triefenden Nasen kämpfen.

Pünktlich zum Wochenende erreicht uns wärmere Luft aus Südeuropa. Zwar kommen am Samstag und Sonntag noch vereinzelt Schauer und Gewitter vom Himmel, dennoch spielt die Sonne in den nächsten Tagen die Hauptrolle. Mit Temperaturen knapp über 20 Grad wird es angenehm warm. Im Südwesten können sogar bis zu 25 Grad erreicht werden, an den Küsten bleibt es bei Seewind deutlich kühler.

Wer bisher noch nicht in Sommerstimmung war, sollte spätestens ab Montag T-Shirt und Sonnenbrille bereithalten. Matthias Habel, Meteorologe von WetterOnline: „Im Laufe der kommenden Woche deutet sich noch wärmere Luft an mit örtlich bis zu 30 Grad entlang des Rheins. Dazu rechnen wir mit strahlendem Sonnenschein und oft blauem Himmel.“ Erst im weiteren Verlauf der Woche könnte kühlere Luft wieder zu wechselhaftem Wetter führen.

Auch wenn sich viele Menschen wohl über das schöne Wetter nach dem langen Winter freuen, haben Pollenallergiker in diesen Tagen besonders zu kämpfen. Wetterexperte Matthias Habel erklärt: „Mit Temperatursprüngen und sonnigem Wetter wie wir es jetzt am Wochenende und in der kommenden Woche haben, startet der Frühling in Deutschland richtig durch. Viele Pflanzen treiben dann fast explosionsartig aus.“ Dies gilt zurzeit besonders für die Birke, die in ihren Blüten, den sogenannten Kätzchen, besonders viel allergieauslösenden Blütenstaub enthält. „Birkenpollen gehören zu den aggressivsten Pollen überhaupt, fast 50 Prozent der Allergiker reagieren darauf“, so Habel weiter. Neben der Birke zählen auch die Pappel- und Haselpollen zu den häufigsten Allergieauslösern. Sie blühen verstärkt von März bis Mai. Und auch danach ist für viele Allergiker noch kein Ende in Sicht. Ab dem späteren Frühjahr folgen bereits die ersten Gräserpollen.

Erlösung verschafft den Heuschnupfen-Geplagten vor allem eines: nasses und kühles Wetter. Dann wäscht das Regenwetter die Luft buchstäblich rein. Doch Vorsicht, kurze Güsse reichen dazu nicht aus. Im Gegenteil: Sie bringen die Pollen aus größerer Höhe in Bodennähe zurück, so dass die Pollenkonzentration dort kurzfristig sogar zunehmen kann.

Allergiker finden unter www.wetteronline.de/ pollenvorhersage Informationen zum aktuellen Pollenflug.

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