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Trauerfeier für Ex-Generalbundesanwalt

Abschied von Harald Range

18.05.2018 - 20:31 Uhr     CELLEHEUTE    0

CELLE. „Ein Mann mit Prinzipien und klarer Haltung“. So beschrieb Celles Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart den verstorbenen Harald Range. Rund 450 Menschen haben heute in der Celler Stadtkirche Abschied vom ehemaligen Generalbundesanwalt genommen, unter ihnen Ministerpräsident Stephan Weil, sein Nachfolger Peter-Herbert Frank und Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge. Der Celler war am 2. Mai im Alter von 70 Jahren überraschend in Karlsruhe gestorben. CELLEHEUTE berichtete.



Harald Range trat 1975 in die niedersächsische Justiz ein. Im Jahr 1978 wurde er Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Göttingen, 1986 wurde er Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Ab 1992 war er in der Strafabteilung des Niedersächsischen Justizministeriums tätig, die er zuletzt geleitet hat, bevor er im Jahr 2001 Generalstaatsanwalt in Celle wurde. Von 2011 bis 2015 war er Generalbundesanwalt bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Danach setzte er sich als FDP-Ratsherr im Celler Stadtrat für die Stadt und seinen Ortsteil ein.

Weil würdigte Range als einen Juristen, dem die Sache im Vordergrund stand, auch gegen politische Befindlichkeiten. Der damalige Bundesjustizminister Heiko Maas versetzte ihn 2015 nach dem Skandal um „netzpolitik.org“ in den Ruhestand. „Damit hat Deutschland einen sehr guten Juristen verloren, Celle aber hat einen guten Kommunalpolitiker bekommen“, so Weil. R

„Range hat die Behörde erhobenen Hauptes verlassen,“ ist sein Nachfolger, Generalbundesanwalt Peter-Herbert Frank überzeugt. Durch sein Verhalten habe der Verstorbene ein „Zeichen für die Unbeeinflussbarkeit der Justiz“ gesetzt.

Burgk-Lempart erinnerte auch an die menschliches Seite Ranges, der stets ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft gepflegt habe. So habe der Altenceller zu Ostern bunte Ostereier in die Vorgärten der Nachbarn gelegt. Das habe nicht nur ihm und seiner Frau, sondern vor allen „den Nachbarskindern gefallen“, so die Superintendentin.

Fotos: Peter Müller

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