Abschiedskonzert der CJD-Musikschule mit Aussicht auf Fortsetzung

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 24.06.2019 - 13:31

CELLE. Die CJD-Musikschule feierte am Samstagabend vor einem vollbesetzten Saal ihren Abschied als eigenständige Musikschule. "Dieser Abschied ist jedoch nicht für immer, sondern voll Hoffnung und Vorfreude", heißt es von Seiten des CJD-Jugenddorfees. Die Musiker der CJD-Musikschule wechseln nahezu geschlossen mit dem Schulleiter und Dirigent Alfred Bürger in die Kreismusikschule Celle. Stellvertretend für die Kreismusikschule war auch deren Leiterin an diesem Abend anwesend.

Die besonderen Umstände fanden auch musikalisch ihren Ausdruck. Der Abend begann mit der vor einem Jahr gegründeten Bläserklasse, die ihr jüngst erworbenes Können präsentierte, und wurde fortgesetzt von dem Bläserensemble mit Klassikern wie der Tatort-Titelmelodie und „Get me to the church on time“ aus dem bekannten Musical „My fair lady“. Im Anschluss verabschiedete sich auch die langjährige Klavierlehrerin Ekaterina Karmanova-Beyer mit einer berührenden Dankesrede und einer Darbietung der Rockballade „Ich wollte nie erwachsen sein (Nessaja)“ von Peter Maffay.

Drei ihrer Schülerinnen präsentieren unter anderem „Kinderszenen Op. 15“ von Robert Schumann und auf dem Klavier vierhändig Stücke wie „Ein Spanier für Elise“ und „Tango Sambo“. Danach verabschiedete sich der Vorsitzende des Fördervereins Andreas Dirschau „vom geilsten Typ der Musikszene in Celle“ mit den Worten von Goethe: „Wo so viel auf sich hoffen lässt, ist der Abschied ein Fest“. Vor der Pause gab das Erwachsenenorchester der Musikschule noch Titel wie „Imagine“ von John Lennon und den „Final Countdown“ zum Besten.

Nach der Pause und abschließend trat das CJD-Jugenddorforchester nach nunmehr 46-jährigem Bestehen auf mit einer fantastischen Reise durch Sagen und Legenden mit dem „Glacier Express“, „Queen Greatest Hits“ und der Ballettmusik „Saga“ von Kurt Gäble. Auch das Orchester dankte Alfred Bürger für sein unermüdliches Engagement und seiner Ehefrau Dietlinde Bürger für ihre immerwährende Unterstützung. Die Musikschule zeigte sich an diesem Abend - um es mit den Worten von Ekaterina Karmanova-Beyer zu sagen - als eine Familie. Das Publikum belohnte die musikalischen Darbietungen und das Engagement aller Beteiligten mit zahlreichen stehenden Ovationen.

Der Abend ähnelte damit einer Zäsur, die auch ein wichtiges, agogisches Stilmittel in der Musik ist. Auf einen fulminanten, aufbrausenden Anstieg folgt ein kurzes Innehalten - eine Irritation für das Publikum und ein gespanntes Pausieren der Musiker. Daraufhin kann alles folgen, ein schneller werdendes Accelerando, ein nachdenkliches Zwiegespräch oder ein harmonisches, tragendes Zusammenspiel aller. Es liegt eine Spannung und Vorfreude auf das, was kommt, in der Luft.

Text: Carla Dietert
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