EICKLINGEN. Gegen den direkten Konkurrenten der 1. Herren Eicklingen im Abstiegskampf, den TTSG Leinetal sollte nach dem knappen 9:7 Hinspielsieg in Schwarmstedt möglichst auch im Rückspiel in eigener Halle gepunktet werden, um frühzeitig alle Spekulationen über einen möglichen Abstieg zu beseitigen. Entsprechend motiviert gingen die Eicklinger gleich in die Eingangsdoppel.

Söhnholz/Meier gewannen ihr Auftaktmatch gegen Runge/Förster recht souverän in vier Sätzen. Scavarda/Siefert begannen ebenfalls sehr stark und führten schnell mit 2:0 Sätzen gegen Griese/Kasprick. Die Sätze drei und vier gingen dann aber an die Gäste, die sich im Spielverlauf erheblich steigerten, so dass der letzte Satz entscheiden musste. Hier behielten die Eicklinger die Übersicht und gewannen diesen mit 11:8. Das dritte Doppel ging an die Gäste. Die Eicklinger Schepelmann/Gierke fanden erst spät ins Spiel und mussten schlussendlich ihren Kontrahenten gratulieren.

Im oberen Paarkreuz folgte eine Punkteteilung. Tim Söhnholz hatte nach starkem Auftakt gegen Luis Runge am Ende dann doch das Nachsehen und verlor die Sätze 2 bis 4 jeweils knapp. Für die erneute Führung sorgte zur Erleichterung der Eicklinger Bank Markus Scavarda, der gegen Griese mit 3:1 Sätzen die Oberhand behielt. Dietmar Siefert fand anschließend gegen Kula nicht zu seiner Normalform, so dass er dem physisch starken Leinetaler zum Sieg gratulieren musste.

Der seit Wochen in grandioser Form aufspielende Albrecht Meier zeigte auch gegen Gregor Kasprick keine Schwächen und schickte diesen nach 11:7, 11:5 und erneut 11:7 wieder auf die Bank. Im unteren Paarkreuz traf der gesundheitlich angeschlagene Jörg Schepelmann auf Förster und lieferte diesem einen großen Kampf. Am Ende fehlten Schepelmann etwas die Körner so dass der leicht übergewichtige Leinetaler nach fünf Sätzen die Oberhand behielt. Damit konnte Leinetal erneut ausgleichen zum 4:4 Zwischenstand.

Das sollte es dann aber auch gewesen sein mit dem Widerstand der Gäste. Axel Gierke hatte mit Stein wenig Probleme. Mit den platzierten Vorhand-Topspins des Eicklingers konnte der Gegner nicht viel anfangen und Gierke siegte verdient nach vier Sätzen. Überhaupt keine Probleme hatte anschließend Markus Scavarda mit Luis Runge. Mit 11:2, 11:4 und 11:9 dominierte Scavarda die Partie nach Belieben. Deutlich dramatischer verlief die Begegnung am Nachbartisch, in der Tim Söhnholz auf Griese traf. Söhnholz lag bereits mit 1:2 Sätzen hinten und hatte im vierten Satz schon diverse Matchbälle gegen sich, aber Tim wäre nicht Tim, wenn er solche, fast schon verlorenen, Spiele nicht noch umdrehen könnte. Mit 15:13 holte er sich den vierten Satz und ließ sich dann auch im letzten Satz von dem jungen Runge nicht mehr aufhalten. Damit führte Eicklingen mit 7:4 Punkten.

Hauchdünn sollte auch der nächste Punkt an die Gastgeber gehen. Dietmar Siefert zeigte sich gut erholt nach der ersten Begegnung und lag schnell mit 2:0 Sätzen vorne. Dann sollte sich sein kampfstarker Gegner Gregor Kasprick aber nochmal steigern und konnte zum 2:2 ausgleichen. Der letzte Satz war dann mal wieder nichts für schwache Nerven. Mit 11:9 Punkten gewann Siefert, der erneut sehr nervenstark und überlegt ein Fünf-Satz-Spiel für sich entscheiden konnte. Den Schlusspunkt setzte Albrecht Meier, der auch gegen Kula eine fast fehlerfreie Partie ablieferte. Mit 11:3, 11:7 und 11:4 ließ er seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance. „Auch wenn das klare 9:4 vielleicht den zeitweilig umkämpften Spielverlauf nicht so ganz wiederspiegelt, so zeigt das doch, zu was wir fähig sind, wenn es darauf ankommt. Jetzt können wir den letzten Spielen völlig gelassen entgegen sehen, den der Abstieg ist allenfalls nur noch theoretisch möglich“, so die Eicklinger.

Dass man dann bereits am nächsten Tag beim Spitzenreiter Bomlitz mit 0:9 die Punkte dem Gastgeber überließ, interessierte so richtig keinen mehr. Nach verdienter Klassenerhalts-Feier und nicht in Bestbesetzung angetreten, lag der Fokus eigentlich mehr darauf, möglichst kräftesparend über die Runde zu kommen und dem vermeintlichen zukünftigen Aufsteiger ein angenehmer Sparringspartner zu sein. Bereits am nächsten Samstag kommt der TSV Walsrode nach Eicklingen und da ist vielleicht noch ein Punktgewinn möglich. „Im letzten Heimspiel am 10.03. um 16 Uhr gegen den Tabellennachbarn werden wir nochmal Gas geben, zumal das unser letztes Heimspiel in dieser Saison ist“, so ein trotz der Pleite glücklicher Kapitän Frank Weiss direkt nach der Begegnung.

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