Bezirksliga Tischtennis: TuS Eicklingen liefert sich Abstiegsduell im Leinetal

Ballsport Von Extern | am Mi., 05.02.2020 - 19:30

EICKLINGEN. Gegen den direkten Tabellennachbarn, die TTSG Leinetal, gab es für den TuS Eicklingen im Hinspiel eine herbe 1:9 Schlappe und da die 1. Eicklinger Herren im Rückspiel auch noch auf die Nr. 1 Markus Scavarda und Nr. 4. Dietmar Siefert verzichten musste, da beide beruflich nicht abkömmlich waren, waren die Erwartungen im Vorfeld nicht allzu optimistisch. Das sollte sich dann auch gleich in den ersten beiden Doppeln bestätigen.

Sowohl Schepelmann/Gierke wie auch Söhnholz/Meier unterlagen mit jeweils 1:3 Sätzen. Das dritte Eicklinger Doppel Lüpke/Pröve konnte anschließend zumindest einen kompletten Fehlstart verhindern. Mit einem deutlichen 3:0 Satzsieg holten beide den wichtigen Anschlusspunkt. Aber schon postwendend konnte Leinetal den nächsten Punkt verbuchen. Albrecht Meier ging dem Leinetaler Malermeister Achim Roeszies bzw. seinem Noppenbelag ein ums andere Mal auf den Leim und hatte letztlich keine Chance. Die hatte aber parallel Tim Söhnholz gegen Luis Runge. Nach sehr wechselhaften vier Sätzen musste der letzte Satz die umkämpfte Partie entscheiden. Hier fehlte Söhnholz ganz am Ende doch etwas Fortune und Sauerstoff, so dass der kreative Leinetaler für seine Truppe schon Punkt Nummer 4 verbuchen konnte. 

Die Anzeigentafel sprang wenige Minuten später gar auf 5:1, denn der Materialspieler Daniel Griese besiegte Eicklingens Axel Gierke mit 3:1 Sätzen. Im zweiten Einzel des mittleren Paarkreuzes zeigte Jörg Schepelmann dem noch minderjährigen Dominik Förster seine Grenzen auf. Den mit viel Topspin ausgestatten Angriffsschlägen von der Vor- und Rückhand hatte der aufstrebende junge Schlacks aus dem Leinetal in den drei Sätzen nicht viel entgegenzusetzen. Nachdem dann Ersatzmann Carsten Pröve gegen Gunnar Stein keine Probleme hatte mit dessen Rückhand-Noppenbelag und den Stein quasi versenkte, stand es nur noch 3:5. Der positive Trend erfuhr jedoch ein abruptes Ende denn Noah Lüpke unterlag Rene Förster in vier Sätzen, der seine Mannschaft damit mit 6:3 in Führung brachte.

Jetzt war schon ein kleines Wunder nötig um dem Spiel noch eine Wendung zu geben, denn im oberen Paarkreuz warteten zwei hochgehandelte Top-Spieler auf Eicklingens Tim Söhnholz bzw. Albrecht Meier. Nachdem Tim gegen Achim Roeszies den ersten Satz mit 3:11 abgab, standen die Zeichen auf Niederlage. Allerdings berappelte sich der Eicklinger in der Mitte des zweiten Satzes und bog diesen nach anfänglichem Rückstand doch noch um zum vielumjubelten 13:11. Zum Erstaunen seiner Mannschaftskameraden holte sich der wieselflinke Eicklinger auch die Sätze 3 und 4, denn dem ansonsten sehr variabel agierenden Gegner fiel nichts mehr ein, was Söhnholz hätte in Verlegenheit hätte bringen können. Ganz ähnlich auch der Spielverlauf an Tisch 2.

Albrecht Meier gab den ersten Satz ab gegen den Halbdistanz-Verfechter Luis Runge, konnte aber anschließend zur Überraschung aller Anwesenden noch zwei Gänge hoch schalten und erhöhte die Geschwindigkeit seiner Angriffsschläge nochmal deutlich. Mit 3:1 Sätzen holte er den fünften Punkt für sein Team. Im mittleren Paarkreuz folgte wieder eine Punkteteilung. Auch Jörg Schepelmann konnte dem Noppen-Monster Daniel Griese kein Paroli bieten, so dass dieser Drops schnell gelutscht war. Dafür zeigte Axel Gierke gegen Dominik Förster eine ganz starke Leistung und holte sich verdient auch seinen Einzelpunkt. Spielstand jetzt 6:7. Auch Noah Lüpke blieb nicht ohne Einzelerfolg an diesem langen Abend in der Schwarmstedter Südheide-Arena. Mit 3:0 Sätzen bezwang Noah den nach seiner Form suchenden Gunnar Stein und konnte für sein Team erstmals an diesem Abend ausgleichen zum 7:7. Quasi parallel im letzten Einzel zwischen Carsten Pröve und Rene Föster sowie im Schlussdoppel musste nun die Entscheidung über Sieg und Niederlage bzw. Unentschieden fallen. Leider konnte Pröve den kompromisslos angreifenden Schwarmstedter nur phasenweise in Schach halten und verlor mit 2:3 Sätzen denkbar knapp.

Insbesondere der mit 15:17 Punkten hauchdünn verlorene dritte Satz zeigte, wie umkämpft die Begegnung war. Besser verlief aber zur Freude des Eicklinger Anhangs das Entscheidungs-Doppel, das auch erst im fünften Satz entschieden wurde. Tim und Albrecht konnten nach dem 11:7, 9:11, 7:11, 11:7 und 16:14 (!) die Hände hochreißen und für freudige Gesichter und sich beruhigende Nerven auf der Eicklinger Bank sorgen. 
„Das 8:8 und den einen Punkt haben wir uns wirklich hochverdient. Das war eine klasse Mannschaftsleistung und ich bin wirklich Stolz auf meine Jungs, von denen jeder auch etwas zählbares zum Erfolg beitragen konnte", so ein sichtlich zufriedener Kapitän Albrecht Meier nach dem harten und langen Match.