CELLE. Vom 15. Januar an bietet die als Psychoonkologin ausgebildete Achtsamkeits-Lehrerin Marina Flockemann wieder einen neunteiligen Achtsamkeitskurs an. Im Kurs werden verschiedene Methoden erlernt, um die jedem innewohnende Fähigkeit zu Achtsamkeit zu entwickeln und zu stärken. Entwickelt wurden diese Kurse seit 1979 an der Stress Reduction Clinic der Universität von Massachusetts, USA, von Prof. Jon Kabat-Zinn. Heute werden die Programme im Rahmen einer ergänzenden Krebstherapie für Erkrankte und ihre Angehörigen angeboten.

Die einzelnen Übungen beziehen Atem, Körper, Bewegung, Sinneswahrnehmung, Gedanken- und Gefühlswelt mit ein. Insgesamt ermöglicht das Achtsamkeitstraining, Stressreaktionen zu erkennen, Stressmuster wahrzunehmen und die eigenen Reaktionen zu regulieren. Es vermittelt Wege zu Stressabbau und Entspannung, zu Selbstfürsorge und Selbstakzeptanz. Bei einer Krebserkrankung hilft das Achtsamkeitstraining dabei, starke und überwältigende Gefühle wie Angst, Ohnmacht, Verzweiflung, belastende Erlebnisse, unangenehme Körperempfindungen und schwierige Lebensumstände zu meistern. Langjährige Erfahrungen und Forschungen zeigen eine deutliche Besserung von Krankheitssymptomen, Schmerzen und psychischen Beschwerden nach einem Kurs. Auch Lebensqualität und Lebensfreude werden intensiver erlebt und das Immunsystem gestärkt.

Die jeweils dreistündigen Kurstermine finden an acht Montag-Nachmittagen statt. Zum Ende hin gibt es zusätzlich einen sechsstündigen Achtsamkeitstag am Samstag, dem 24.2 2018. Das Angebot, das für Nichtmitglieder des Onkologischen Forums 195 € kostet (Mitglieder 155,- €), wird gefördert von der LEB in Niedersachsen e.V. und von vielen Krankenkassen teilweise oder auch vollständig bezuschusst.

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