HAMBÜHREN. Portraits auf RTL und NDR, Schauspieler im Kino, Sänger – und jetzt Kabel 1. Zwei Tage lang wurde der Hambührener Schrotthändler Kalli Struck durch das Fernsehteam begleitet. „Wenn man einen so aufgeschlossenen Protagonisten vor sich stehen hat, macht sich die Arbeit fast von selbst“, freut sich Johanna Hartmann, Vertreterin der Produktionsfirma Janus-TV. Die Produzenten sind eigens für den Schrotthändler nach Hambühren eingereist, auf den sie durch zuvor ausgestrahlte Beiträge aufmerksam geworden sind.

Kabel 1 kalli 2

Dieses Mal soll vor allem Strucks ungewöhnlicher Werdegang im Vordergrund stehen. „Ich stehe zu meiner Vergangenheit und meinen Anfängen“, gesteht Struck, der auch vor der Kamera keinen Hehl aus seiner mangelnden schulischen Ausbildung macht. Auch ohne richtig lesen oder schreiben zu können, gelang es dem Händler, sein Unternehmen erfolgreich voran zu bringen. Das nötige schriftliche Basiswissen beherrscht er inzwischen, ließ sich jedoch zu Anfang viel von seiner Frau unter die Arme greifen, mit der er übrigens seit 50 Jahren verheiratet ist (siehe Facebook-Ausgabe). Seit mehr als 30 Jahren ist er als Leiter der Struck-Recyclinghof Hambühren stadtbekannt und vernachlässigt dabei nicht seine Leidenschaften: Gesang und Sport. Gerade von dieser skurrilen Kombination, Bodenständigkeit und Offenheit seiner Person profitiert das Fernsehteam, das von der Ehrlichkeit des 71-Jährigen beeindruckt schien. „Solche Persönlichkeiten trifft man heutzutage viel zu selten“, weiß Hartmann.

Unter seinem Erfolgsgeheimnis versteht er neben seiner Persönlichkeit klar auch die Unterstützung durch seine Ehefrau Dorit: „Ohne meine Frau hätte ich mir das alles nicht erträumen lassen. Hätte sie mir nicht meine Fehler immer wieder verziehen, wüsste ich nicht, wo ich jetzt wäre“, blickt der Unternehmer dankbar zurück.

Im Fernsehbeitrag bemühe man sich um eine möglichst authentische Darstellung des Schrotthändlers, die eben jenen Kern am besten einfängt. Ausgestrahlt wird das Ergebnis der Dreharbeiten voraussichtlich Mitte Oktober in einer Ausgabe der „Achtung Kontrolle“-Reihe.

Text: Elena Janke
Fotos: Peter Müller

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