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Kunst

Acrylic Pouring trifft auf realistische Malerei: Bilder von Wolfgang Graue im Coffee Shop

07.05.2018 - 18:15 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Der in Adelheidsdorf lebende Künstler Wolfgang Graue stellt in Celle zum ersten Mal Gemälde in seinem neuen Malstil vor. Bei der Vernissage am 2. Mai konnte der Künstler zahlreiche Besucher in den Räumlichkeiten des Coffee Shops in der Schuhstrasse 21 begrüßen. Zur Einstimmung auf diesen Abend erklang Akkordeonmusik, gespielt von Angela Elvers die Mitglied im Celler Akkordeon Club ist.



Die große Leidenschaft und Liebe von Wolfgang Graue gilt schon seit seiner Kindheit der Kunst. In jungen Jahren lag der Schwerpunkt auf Bleistift und Tusche, später auf der realistischen Malerei mit Ölfarben. Mit dem Ruhestand vor 11 Jahren hat er seine Farbenlehre aufgefrischt, Kurse besucht, Bücher gelesen und dann autodidaktisch nach und nach und mit jedem neuen Bild seinen heutigen Malstil entwickelt: Realistisch- naturalistisch –fotorealistisch   .

In zahlreichen Ausstellungen hat er sein umfangreiches Werk Jahr für Jahr gezeigt. Nun wurde es aus seiner Sicht Zeit, mal etwas Neues zu probieren. Wolfgang Graue sucht stets neue Herausforderungen. In der aktuellen Ausstellung sind nun zum ersten mal Gemälde in seinem neuen Malstil und mit der neuen Technik zu sehen. Seit Herbst 2017 hat er das „Acrylic Pouring“ für sich entdeckt und kennen gelernt – und ist begeistert. „Kein Pinsel kann die zufällig entstandenen Farben und Formen so darstellen wie diese neue Technik. Wenn man nicht aufpasst, kann es zu einer positiv gemeinten „Sucht“ werden“, so der Künstler. Da er aber auf seine geliebte, reale Malweise nicht gänzlich verzichten wollte, hat er Beides zu einem neuen Malstil kombiniert und nennt es: „ Abstrakt trifft real “.

In seiner Ansprache schilderte Wolfgang Graue wie so etwas entsteht: „Für die Technik des „Acrylic Pouring“ muss die Acrylfarbe zunächst in einen fließbaren Zustand gebracht werden. Dies geschieht mit speziellen Malmitteln und Wasser. Dann mischt man die gewünschten Farben und gießt (pourt) diese über eine Leinwand. Vieles entsteht dabei zufällig, aber mit der Zusammensetzung der Farben kann er natürlich variieren – auch die Positionierung auf der Leinwand ist teilweise möglich. Trotzdem bleibt das Meiste dem Zufall überlassen, was gerade das Spannende dabei ist. Dann muss das Bild einige Tage austrocknen, dabei verändert es sich mehr oder weniger durch Trocknungsprozesse deutlich.“ Danach betrachte er das Bild intensiv, und wenn es möglich und für ihn erkennbar sei, male er mit feinen Pinselstrichen ein entsprechendes Motiv mit wasservermalbarer Ölfarbe auf die Acrylschicht.

So entstehen die unterschiedlichsten Gemälde – auf denen man Frauen bewundern kann die durch tiefblau, türkises Wasser gleiten oder vor einem sprudelndem Wasserfall sitzen, einen Goldfisch in seinem nassen Element, eine rassige Flamenco Tänzerin, Orcas die tief ins Meer hinunter tauchen, Felsengrotten die durch das ständige Kommen und Gehen der Wellen geprägt sind, Papageien fliegen vor farbenprächtigem Hintergrund, Mohnblumen erstrahlen auf einer grünen Wiese – um nur einige der Motive zu erwähnen. Wolfgang Graue beantworte gern Fragen zu seiner neuen Malweise und interessante Gespräche in kleineren Runden beendeten die gelungene Vernissage.

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