KASSEL/ADELHEIDSDORF. VertreterInnen der Bürgerinitiative Adelheidsdorfer BürgerInnen gegen SuedLink waren von TenneT zu einem Gespräch nach Kassel eingeladen worden. Die Bürgerinitiative wurde dabei vertreten von Klaus Grelewicz, Angela Hoffmann und Rechtsanwalt Meinrad Mayer. Aus ganz Deutschland waren VertreterInnen zahlreicher Bürgerinitiativen nach Kassel angereist.

Thomas Wagner von TenneT und Mitarbeiter von der Arge SuedLink stellten Ausschnitte aus dem Trassenverlauf vor und beantworteten die zahlreichen Fragen. TenneT will der Bundesnetzagentur die Trassenführung westlich an Hannover entlang vorschlagen. Die Bundesnetzagentur ist allerdings nicht an den Vorschlag von Tennet gebunden, sondern entscheidet davon unabhängig. „Das heißt, dass noch nichts entschieden ist, sondern dass man sich weiterhin unbedingt im Verfahren einbringen sollte“, folgert die BI Adelheidsdorf.

In Bezug auf die zwei weiteren Stromtrassen, die zusätzlich zu den drei jetzigen Stromtrassen SuedLink, SuedostLink und Ultranet im Gespräch sind, stellten die Vertreter der BIs Fragen, zum Beispiel, ob die vierte oder fünfte Stromtrasse in einem Gebiet gebaut werden könnte, das bereits untersucht wurde?

Auch die Leerrohre, die unter Umständen gleich mit gelegt werden sollen, die Art der Kabel, die Art des Verlegens (AGS-Technologie, Einpflügen usw.) waren Thema; des Weiteren Fragen nach gesundheitlichen Risiken, nach möglichem Wertverfall von Grundstücken und Immobilien an der Trasse, Natur- und Landschaftsschutz, Auswirkungen auf die Landwirtschaft, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit des Stroms, power to gas-Verfahren, neuen Technologien der Energieerzeugung usw. Viele Fragen bezogen sich auch auf die Beratung der Novellierung des NABEG-Gesetzes im Bundestag, denn die Bürgerinitiativen befürchten die Einschränkung von Bürgerrechten.

Die Bundesnetzagentur, so wurde informiert, werde Ende 2019 oder Anfang 2020 ihre Entscheidung hinsichtlich des Trassenverlaufes für SuedLink mitteilen. TenneT plant bereits weitere Informationstermine für die Öffentlichkeit, so am 21. Mai von 16 bis 19 Uhr, in der Congress-Union in Celle.

Text: Angela Hoffmann

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