CELLE. Der AfD-Kreisverband Celle ist entsetzt über die Enteignungsvorschläge, die der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert kürzlich in einem Interview mit der „Zeit“ unterbreitet hat. Darin hatte Kühnert geäußert, dass die von ihm angestrebte Überwindung des Kapitalismus nur durch Kollektivierung möglich sei. Am Beispiel des Autobauers BMW hatte er gefordert, dass es zukünftig keine privaten Eigentümer mehr geben solle, sondern das Unternehmen zu einem staatlichen oder genossenschaftlichen Automobilbetrieb werden müsse, wenn nicht ohnehin das Kollektiv entscheide, dass es BMW in dieser Form nicht mehr brauche. Auch hatte sich Kühnert dafür ausgesprochen, dass es keine privaten Mietwohnungen mehr geben dürfe. Zur Rechtfertigung stellte er dabei auf das aktuelle SPD-Programm ab, wonach die Partei die Verwirklichung eines demokratischen Sozialismus als ihre dauernde Aufgabe ansehe.

Dazu erklärt der AfD-Kreisvorsitzende, Kreistags- und Bundestagsabgeordnete Thomas Ehrhorn: „Wes Geistes Kind weite Teile der SPD inzwischen sind, ist nur noch erschreckend. Flankiert von den Linken und Grünen schwelgen sie mittlerweile in Enteignungsfantasien. Die Zeiten, in denen sich die Sozialdemokraten zum bundesrepublikanischen Erfolgsmodell der sozialen Marktwirtschaft bekannt haben, scheinen endgültig vorbei zu sein. Niemand hätte 1990 für möglich gehalten, dass der menschenverachtende, entrechtende und zur völligen Verarmung der Bürger führende Sozialismus, der sich bereits in der DDR demokratisch nannte, jemals wieder wagen würde, sein Haupt zu erheben. Ich kann es nur auf eine katastrophale Schulbildung in Deutschland zurückführen, dass die jungen Menschen die Verbrechen und die verheerende Wirkung des Sozialismus, unter dessen Diktatur auch viele Deutsche leiden mussten, nicht als zutiefst verabscheuenswürdig verinnerlicht haben. Nur ein privatwirtschaftlich organisierter, sozial eingebundener Markt, der sich nach Angebot und Nachfrage richtet, ist erfahrungsgemäß in der Lage, Fortschritt und Wohlstand in die Welt zu bringen. Das gilt gerade auch im Hinblick auf umweltfreundliche Technologien. Jeder, der die Wendezeit mitbekommen hat, weiß, dass östlich der Elbe die Welt, inklusive der Wiesen und Bäume, grau und abgängig war, während sie im Westen zumeist intakt hell und leuchtend grün aussah. Die Lehre aus der Geschichte kann nur heißen: Nie wieder Sozialismus!“





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