CELLE. Die AfD-Kreistagsfraktion hat mehrere Fragen an die Kreisverwaltung zu einem tatverdächtigen Flüchtling aus Guinea gestellt. Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 2. Dezember 2017 in der Bahnhofstraße einen blutigen Angriff auf eine 22-jährige Cellerin verübt zu haben. In der Presseerklärung der AfD heißt es, ungekürzt und unkommentiert:

Der Verdächtige hat gegenüber der Mordkommission angegeben, erst 17 Jahre alt zu sein. Das machte die Beamten stutzig und sie gaben ein anthropologisches Gutachten in Auftrag. Das Ergebnis des Gutachtens: Der Verdächtige war zum Tatzeitpunkt mindestens 26 Jahre alt.

Die AfD Fraktion will unter anderem wissen, ob der angebliche Jugendliche in Obhut des Jugendamtes gewesen war. Wenn das der Fall war, warum wurde keine ärztliche Untersuchung zur Altersprüfung in Auftrag gegeben? Wenn die Polizeibeamten den Schwindel mit dem Alter sofort bemerkt haben, warum fällt das den Beamten des Jugendamtes nicht auf? Wenn man aber im Jugendamt davon ausgegangen war, dass der Tatverdächtigte erst 17 Jahre alt war, liegt dann eine Verletzung der Aufsichtspflicht bei der Aufsichtsperson vor? Der angebliche Jugendliche war, wie es aus dem Polizeibericht zu entnehmen ist, die ganze Nacht ohne Aufsicht unterwegs. Seit wann wohnt der Tatverdächtige in Deutschland und über welches EU-Land ist er ursprünglich angereist? Wie hoch waren die gesamten Kosten für den Landkreis Celle bzw. den Steuerzahler in dem Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Verdächtigen im Landkreis Celle?

„Auf die Antworten der Kreisverwaltung sind wir sehr gespannt, vieles in diesem Fall scheint sehr fraglich zu sein und ist stellvertretend für die chaotischen Zustände der Asylpolitik hierzulande “, sagt der Fraktionsgeschäftsführer Anatoli Trenkenschu.

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