CELLE. Wenig Verständnis hat die AfD-Fraktion für die „ablehnende Haltung der Stadtverwaltung und vor allem des Oberbürgermeisters Dr. Nigge (CDU) zur geplanten Sanierung Neuenhäusens“. Aus Sicht der AfD-Fraktion ist die Sanierung des seit Jahren vernachlässigten Stadtteils enorm wichtig, nicht nur für diesen selbst.

„Die günstige Lage des Ortsteils zwischen der Innenstadt und dem Bahnhof und das sich daraus ergebende Potenzial werden nicht ausreichend genutzt. So könnte durch die Erschließung der vielen Brachflächen und die Sanierung des Bestandes ein attraktives Wohnviertel für Jung und Alt mit einer hervorragenden Verkehrsanbindung an die Landeshauptstadt Hannover geschaffen werden. Die dringend benötigen Wohnflächen könnten dadurch unmittelbar in der Nähe der Innenstadt entstehen, was sicherlich ein zusätzliches Käuferpotenzial für die leidenden Geschäfte mit sich bringen würde. Außerdem ist auch sonst ein positiver Effekt für das Leben in der Altstadt denkbar. Wenn es schick ist, im sanierten Altbaubestand von Neuenhäusen zu wohnen, liegt der Gedanke auch nicht fern, in der unmittelbar benachbarten Innenstadt zu leben“, sagt das zuständige Mitglied des Wirtschaftsausschusses, Frank Pillibeit.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Daniel Biermann ergänzt als Mitglied des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen: „Die Argumente der Stadtverwaltung und der CDU-Fraktion bezüglich der angespannten Haushaltslage überzeugen nicht. Der städtische Anteil an den Sanierungskosten von 8,1 Millionen Euro wird geschätzt über zehn Jahre verteilt. Damit wäre die Nettobelastung für den Haushalt, der ein jährliches Volumen von über 200 Millionen Euro hat, für so ein wichtiges Projekt weniger als 1 Millionen Euro pro Jahr. Hier geht es um die dringend gebotene Attraktivitätssteigerung unserer Stadt und da müssen die richtigen Prioritäten gesetzt werden“.

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