CELLE. Die von der Landesregierung beschlossenen Änderungen zum Schulgesetz hält die AfD-Kreistagsfraktion für absolut unzureichend. „Eine Verlängerung der bestehenden Förderschulen bis zum Jahr 2028 ist reine Augenwischerei und schiebt das ‚Aussterben‘ der Förderschulen lediglich auf. Inklusion steht konträr zur individuellen, sonderpädagogischen und bedarfsgerechten Förderung und führt aus unserer Sicht in eine Sackgasse in der Bildungspolitik. Statt alle Kinder einer sozialistischen Gleichheit unterziehen zu wollen, sollten wir akzeptieren, dass Kinder naturgemäß unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen und darum Förderschulen wichtig und notwendig sind”, sagt Fraktionsgeschäftsführer, Anatoli Trenkenschu.

Mit einer Unterrichtsversorgungsquote im Landkreis Celle von nur noch 91 Prozent sei die absolute Schmerzgrenze schon lange überschritten. Die AfD sieht dafür vielfältige Ursachen: „Inklusion, Umstellung von G9 auf G8 und zurück von G8 auf G9 oder auch unkontrollierte Massenzuwanderung. Die verantwortlichen Parteien, wie SPD, CDU, FDP und die Grünen, die in verschiedenen Konstellationen immer wieder an den Landesregierungen beteiligt sind, weisen jegliche Verantwortung an den aktuellen, katastrophalen Zuständen, von sich.  Die Vorgehensweisen haben mittlerweile System: zuerst wird das Problem mit vielen Steuergeldern geschaffen und dann „warm gehalten“ –  Inklusion, Umstellung von G9 auf G8 und zurück, Zuwanderung – und danach werden die gleichen Probleme wiederum mit vielen Steuergeldern vermeintlich ‚gelöst‘. Außer Steuergeldverschwendung kommt aber nicht viel dabei raus. Die Leidtragenden dieser verfehlten Bildungspolitik sind vor allem die Kinder und deren Eltern. Die AfD-Fraktion lehnt darum jegliche Bildungsexperimente, wie beispielsweise die Zwangsinklusion, strikt ab“, erklärt Trenkenschu.

Mit dem Eilantrag „Förderschwerpunkt Lernen an der Pestalozzi-Schule bis 2028 verlängern“ habe die SPD keinen Gesinnungswandel vollzogen, sondern führe ihre oben beschriebene Taktik, ein Problem „warm zu halten“, weiter fort.  „Wir brauchen keine Verlängerung für eine Förderschule, liebe Genossen, sondern wir brauchen einen dauerhaften Erhalt aller Förderschulen. Das Schulsystem soll langfristig planbar sein. Nur so kann das Bildungssystem von einem weiteren Kollaps verschont bleiben“, sagt Trenkenschu.

 

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