AfD: "Shutdown aufheben - Gastronomie öffnen - Arbeitsplätze sichern"

Politik Von Extern | am Di., 28.04.2020 - 15:53

CELLE. Die AfD-Fraktion im Celler Kreistag fordert ein Ende der generellen Corona-Beschränkungen, gerade auch für den gastronomischen Bereich. Der Fraktionsvorsitzende Jens-Christoph Brockmann führt dazu aus: „Stadt und Landkreis Celle leben sehr stark vom Tourismus. Wenn wir bei diesem schönen Wetter die Restaurants und Hotels staatlich daran hindern, ihre Betriebe zu öffnen, ist das nicht nur für die einzelnen Wirte eine Katastrophe, sondern für unsere Region insgesamt. Deshalb treten wir dafür ein, alle Geschäftsbereiche unter Beachtung speziell für diese festzulegender Hygienestandards wieder zu eröffnen.

Der Ansteckungswert bei Covid-19 liegt längst unter 1, so dass ein Erkrankter mittlerweile weniger als einen anderen ansteckt. Die Bundesregierung hatte dies einmal als Zielmarke ausgegeben, um zur gesellschaftlichen Normalität zurückzukehren. Nun gibt es auch noch eine allgemeine Schutzmaskenpflicht, so dass das Ansteckungsrisiko noch geringer ist. Wir bitten den Landkreis deshalb eindringlich, sich zum Wohle unserer Wirtschaft beim Land dafür einzusetzen, den Shutdown umgehend bei Einhaltung geeigneter Hygienemaßnahmen aufzuheben."

Anatoli Trenkenschu, als Doppelmandatsträger auch im Celler Stadtrat vertreten, ergänzt für die AfD-Fraktion: „Es sind keine signifikanten Corona-Ansteckungszahlen unter den Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel bekannt. Und das gilt, obwohl er eine Zeit lang der Hotspot war, an dem alle Menschen zusammenkamen und dort zunächst noch nicht einmal durchweg Hygienemaßnahmen ergriffen worden waren. Das zeigt deutlich, dass das Risiko einer Corona-Ansteckung beim Einkaufen nicht sehr wahrscheinlich ist. Bei Speiselokalen ließe sich die Sicherheit erforderlichenfalls dadurch erhöhen, dass ein Spuckschutz auf den Tischen montiert wird und die Tische selbst in größerer Entfernung zueinander aufgestellt werden. Hilfreich könnte es dafür im Bereich der Außengastronomie sein, wenn Städte und Gemeinden die Sondernutzungszonen für die Gastwirte ausweiten, ohne hierfür höhere Gebühren zu verlangen.“