CELLE. Die AKH-Gruppe legt heute ihr vorläufiges Bilanzergebnis für das Wirtschaftsjahr 2017 vor. Dieses Ergebnis sei vorwiegend von Einmaleffekten geprägt und weist aus Unternehmenssicht überraschend einen Verlust von 16,5 Mio. Euro für die beiden Klinikstandorte in Celle und Peine aus.

Die Ursachen für dieses negative Ergebnis liegen laut Aussage des Vorstands der AKH-Gruppe, Dr. Martin Windmann, einerseits in nicht mehr belastbaren Forderungen gegenüber Krankenkassen und anderen Kostenträgern aus der Vergangenheit begründet. Für diese Forderungen musste eine einmalige vollständige Abschreibung erfolgen. Hinzu kommen laut Dr. Martin Windmann schlechtere Belegungszahlen im Klinikum Peine im Jahr 2017, so dass das ursprünglich angestrebte wirtschaftliche Ziel der gesamten AKH-Gruppe nicht nur verfehlt, sondern das Gesamtergebnis erheblich belastet wurde. Auch für das Jahr 2018 zeichnet sich eine durch Sofortmaßnahmen abgemilderte leicht negative Entwicklung ab.

Eine der ersten Schwerpunkte, die Windmann, der das Vorstandsamt im Februar 2018 antrat, übernahm, sei die Analyse des offenen Wirtschaftsergebnisses 2017 unter Berücksichtigung der Darstellung der dort enthaltenen Forderungen. Unterstützt würde er hierbei von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton AG mit Sitz in Düsseldorf. Als Folge dieser Untersuchung müssten die vorgenannten Abschreibungen erfolgen.

Windmann erklärt: „Die wirtschaftliche Situation der beiden Kliniken ist in der Vergangenheit zu positiv dargestellt worden. Dies führt letztendlich dazu, dass die Kostenstruktur durch die nicht angepasste Einschätzung der wirtschaftlichen Lage mit dem tatsächlich realisierten Umsatz nicht vereinbar ist“.

„Wir werden die Jahre 2018 bis 2020 nutzen, um die erforderlichen Weichen für die nächsten Jahre zu stellen und um die Kostenstruktur an eine realistische Prognose anzupassen. Als erste Maßnahmen werden Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Ergebnisverbesserung in die Wege geleitet, so insbesondere in der Codierung und der ärztlichen Dokumentation. Weiterhin wird umgehend mit Unterstützung von Führungskräften und Betriebsrat mit einer Personalbedarfsanalyse in allen Bereichen begonnen, um einen effektiven und bedarfsgerechten Einsatz der Mitarbeiter zu gewährleisten.

Der geprüfte Jahresabschluss der AKH-Gruppe liegt voraussichtlich Anfang 2019 vor.



Eine Antwort zu “AKH Bilanz 2017: 16,5 Millionen Euro Verlust”

  1. georg-wilhelm.wienk sagt:

    Und ausbaden dürfen es wieder die Mitarbeiter !

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