CELLE. Seit Oktober 2002 ist Stephan Judick bei der AKH-Gruppe beschäftigt. Zunächst als Direktor für Krankenpflege und Patientenmanagement, ab 2009 dann als Vorstand für Krankenversorgung und Patientenmanagement, seit 2011 als Finanzvorstand und Vorstandssprecher und ab 2012 als Alleinvorstand. Stephan Judick verlässt das AKH auf eigenem Wunsch und wird nach seiner langjährigen Tätigkeit in der AKH-Gruppe nun neue Herausforderungen annehmen und den Vorsitz des Vorstandes im Klinikum Herford übernehmen.

„Herr Judick hat in den vielen Jahren seiner Beschäftigung hervorragende Arbeit geleistet und die AKH-Gruppe in den letzten Jahren nicht nur aus einer wirtschaftlich instabilen Lage heraus geführt, sondern die AKH-Gruppe auch neu ausgerichtet“, so der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Klaus Wiswe.

2011 war die AKH-Gruppe in eine wirtschaftlich bedrohliche Phase geraten und hat ein Defizit von rund 10 Millionen Euro pro Jahr produziert. Seit dem Jahr 2013 schreibt die AKH-Gruppe „schwarze“ Zahlen und stabilisiert sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen. Die AKH-Gruppe ist als Stiftung Bürgerlichen Rechts unter kommunaler Aufsicht, muss sich aber selber wirtschaftlich tragen.

„Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe ich die AKH-Gruppe in den letzten Jahren neu und stabil aufgestellt. Diese Aufgabe war sehr herausfordernd, hat aber auch viel Freude gemacht. Erfolg hängt nicht nur an einer Person. Gemeinsam haben Aufsichtsrat, Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die AKH-Gruppe zukunftsfähig neu gestaltet“, berichtet der scheidende Vorstand Judick.

Neben der wirtschaftlichen Stabilisierung ist die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Neubaus im August 2016 als eine der wesentlichen Weichenstellung für die Zukunft zu sehen. Nach nur 3 Jahren Bauzeit und der strikten Einhaltung des Kostenrahmens, ist dieser wesentliche Baustein der Zukunftssicherung in dieser Zeit vollbracht worden.

„Die Erfolge in den letzten Jahren zeigen deutlich, dass die gute Zusammenarbeit und das Streben in eine Richtung –zwischen Aufsichtsrat und Vorstand- mit sehr gutem Erfolg möglich ist. Umso mehr bedauern wir den Schritt von Herrn Judick sehr“, betont Wiswe. „Mit Unterstützung von Beratern müssen wir nun den Vorstand des AKH – sei es als Alleinvorstand oder als Doppelspitze – qualifiziert neu besetzen. In der Zwischenzeit wird der Vertreter von Herrn Judick, Herr Kuska, die Vorstandsgeschäfte führen.“

„Ich habe sehr gerne in der AKH-Gruppe gearbeitet und ich gehe, weil ich eine neue Herausforderung annehmen möchte. Alles hat seine Zeit! Ich danke dem Aufsichtsrat und im Besonderen dem Aufsichtsratsvorsitzenden für das jahrelange Vertrauen und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke ich auf diesem Wege ebenfalls von ganzem Herzen: Ohne Euch wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen, vielen Dank für alles!“, so Vorstand Stephan Judick.

Das genaue Datum des Ausscheidens stehe noch nicht fest. „Neben den Verdiensten von Herrn Judick, dem wir gerne Rechnung tragen wollen, steht das Interesse des Krankenhausverbundes bei unseren Entscheidungen im Vordergrund.“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

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