AKH überrascht: Peine fordert 40 Mio. Euro für Klinikum

Wirtschaft Von Redaktion | am Do., 06.02.2020 - 15:20

CELLE/PEINE. Im Fall des möglichen Verkaufs des Klinikums Peine an einen anderen Träger zeigte sich heute die AKH-Gruppe von der derzeitigen öffentliche Berichterstattung über das Angebot des Landkreises Peine und der Stadt Braunschweig für das Peiner Klinikum überrascht. In verschiedenen Medien ist von einem Kaufpreis von einem Euro die Rede. Hierbei würden andere Aspekte des Angebots jedoch vernachlässigt:

Neben dem symbolischen Kaufpreis von einem Euro erwarten der Landkreis Peine und die Stadt Braunschweig zusätzliche Zahlungen in Millionenhöhe, die von der AKH-Gruppe und dem Landkreis Celle geleistet werden sollen. So würden die vom Landkreis Celle in Aussicht gestellten, aber noch nicht geflossenen 16 Millionen Euro erwartet. „Dies bedeutet, der Landkreis Celle soll 16 Mio. Euro dafür bezahlen, dass der Landkreis Peine das Klinikum übernimmt“, empört sich Klaus Wiswe, Aufsichtsratsvorsitzende der AKH-Gruppe und Landrat des Landkreises Celle.

Darüber hinaus soll die AKH-Gruppe weitere Verbindlichkeiten übernehmen, insgesamt handele es sich um fast 40 Millionen Euro, die der Landkreis Celle und die AKH-Gruppe dem Landkreis Peine und der Stadt Braunschweig bezahlen sollen. „Angesichts dieser Summe bezweifeln wir, dass hier ein ernsthaftes Interesse an der Übernahme des Peiner Klinikums besteht", so Wiswe. Der Aufsichtsrat will die vorliegenden Angebote der Bieter bewerten und im ersten Quartal über das weitere Vorgehen entscheiden.