Akkordeonkabarett mit Frank Grischek über Musik und ihre Wirkungen

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Mo., 23.09.2019 - 23:00

CELLE. „Hauptsache, wir sind zusammen", lautete der Titel des Akkordeonkabaretts mit Frank Grischek. Musik verbindet – diese These wurde anschaulich untermalt. Die Wirkung von Musik steht im Mittelpunkt des Abends. Musik fördert die Intimität und stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Pointiert zeigt Frank Grischek auf, wie Musik das erreicht: So hätten Paare, die gemeinsam Musik hören, eher und vermehrter Sex als Paare ohne gemeinsamen Musikgenuss. Als therapeutisches Mittel werde Musik in der Medizin häufiger eingesetzt. Auch hier übertrifft sich Grischek in Selbstironie. Er stellt klar, dass seine Musik rezeptfrei gegen Schlaflosigkeit, Warzen und Hautausschläge helfe.

Die Vielseitigkeit des Akkordeons wird durch Grischeks Virtuosität als Musiker erkennbar. So spielt er Stücke, die so vermutlich kaum zu hören sind. Orgelmusik von Johann Sebastian Bach oder auch den klassischen Walzer von Johann Strauss verbindet man gemeinhin mit anderen Instrumenten. Ganz kurios, aber sehr geglückt, spielt Frank Grischek auf Trompete und Akkordeon gleichzeitig. Die Kernaussage des Abends wird zum Ende hin sehr deutlich von ihm herausgearbeitet: „Dabei ist eines sicher: Jeder Mensch, der aus einem anderen Kulturkreis zu uns kommt, ist für unsere musikalische Hochkultur eine absolute Bereicherung.“ Gut unterhalten und mit neuen Erkenntnissen über die Wirkungen der Musik gingen über 50 Menschen nach Hause.