Aktionsbündnis gegen Trassenneubau: Gemeinsam für Alpha-E

Politik Von Extern | am Do., 02.09.2021 - 21:00

BERGEN. Die CDU-Abgeordneten Henning Otte, MdB, und Jörn Schepelmann MdL trafen sich zu einem gemeinsamen Gespräch mit der Berger Bürgermeisterin Claudia Dettmar-Müller sowie Kreistagsmitglied Jan-Hendrik Hohls und Christian Böker vom Aktionsbündnis gegen Trassenneubau zu einem Gespräch über den Schienenausbau zwischen Hamburg und Hannover. Anlass war der Planungsentwurf einer Neubautrasse entlang der A7 bis Soltau und weiter Richtung Celle. Diesen hatte der grüne Verkehrssenator Hamburgs, Anjes Tjarks kürzlich eindeutig favorisiert. Christian Böker sah in diesen Aussagen eine ernste Gefahr für den Konsens.

Alle Beteiligten lehnten diese Hamburger Festlegung ab. Sie verwiesen auf das Abschlussdokument vom Dialogforum Schiene Nord, um das 2015 lange gerungen wurde und letztlich zu einer Einigung führte, die Bestandsstrecken auszubauen, anstatt die Landschaft erneut zu zerschneiden. „Von einer Neubauplanung wäre Bergen mit seinen Ortsteilen in besonderer Weise betroffen“, mahnte Claudia Dettmar-Müller. Nur der Ausbau verschiedener Korridore garantiere einen Anspruch auf bestmöglichen Lärmschutz entlang der Bestandsgleise und führe zu einem flüssigen Hafenhinterland-Verkehr. „Entsprechend wurde im Niedersächsischen Landtag einstimmig für das Alpha-E gestimmt“, betonte Jörn Schepelmann. Auch der Bundesverkehrswegeplan 2030 sehe allein den Streckenausbau vor. Der Ausbau der Bestandsstrecke stehe im vordringlichen Bedarf, hob Henning Otte hervor. 

„Wir verlassen uns auf die politischen Vorgaben, müssen aber sehr wachsam sein, da die Deutsche Bahn eindeutig einen Neubau favorisiert“, erklärte Jan-Hendrik Hohls. So werde man künftig über den Projektbeirat hinaus einen noch engeren Schulterschluss mit den anderen Bürgerinitiativen suchen. Henning Otte verwies noch einmal auf die jüngsten Aussagen aus dem Bundesverkehrsministerium (BMVI), dass eine detaillierte Neubauplanung zwar notwendig sei, da alle möglichen Varianten geprüft werden müssen, um einen gerichtsfesten Beschluss zum Bestandsausbau zu fassen. Der Ausbau im Rahmen von Alpha-E bleibe jedoch Konsens und Handlungsmaßstab.

So waren sich alle Beteiligten einig: „Wir halten an der Vereinbarung zum Alpha-E fest und fordern dies auch ein“.