CELLE. „Die Zahlen von Fällen häuslicher Gewalt steigen Jahr für Jahr. Gerade im letzten Jahr wurde auch in Stadt und Landkreis Celle eine Steigerung der polizeilichen Einsätze registriert. Ein Grund mehr, der Öffentlichkeit dieses brisante Thema näher zu bringen“, findet Christian Riebandt, Beauftragter für Kriminalprävention bei der Polizei Celle.

Frauen seien mutiger geworden, nicht nur seit den Vorfällen der Silvesternacht in Hamburg und Köln. Auch die unmittelbare Nachbarschaft reagiere viel sensibler auf solche Vorkommnisse. Dies seien sicherlich einige Erklärungsmöglichkeiten für die Steigerung der Fallzahlen.

Die Protagonisten des Rundes Tisches gegen häusliche Gewalt stellen sich am 26.08.2017 in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr der Öffentlichkeit vor. Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt in Celle ist ein Zusammenschluss von Fachleuten, die in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich mit dem Thema Häusliche Gewalt konfrontiert sind. Vertreten sind neben der Polizei, die Jugendämter von Stadt und Landkreis Celle, die BISS-Stelle in Celle, die beiden Frauenschutzeinrichtungen, die Stiftung Linerhaus (Täterarbeit) , die Staatsanwaltschaft, das Familiengericht, der Kinderschutzbund, der Weiße Ring, die Opferhilfe Niedersachsen und die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt und des Landkreises Celle.

Ziel des Runden Tisches ist es, durch eine gute Vernetzung öffentlichkeitswirksame Aktionen und Qualifikation aller am Thema Beteiligten die Situation zugunsten der Opfer von Gewalt zu verbessern. Der Runde Tisch trifft sich in der Regel viermal jährlich. Die Treffen werden im Wechsel von der Polizei und den beiden Jugendämtern von Stadt und Landkreis Celle organisiert und geleitet. Der Runde Tisch führt regelmäßig Veranstaltungen zum Thema „Häusliche Gewalt“ durch.

Auf dem Großen Plan in Celle werden die beteiligten Behörden, Einrichtungen und Institutionen, deren Betätigungsfelder detailliert vorstellen. Neben der Möglichkeit, sich durch intensive Gespräche vor Ort zu informieren soll auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Gegen eine kleine Spende werden den Besuchern Kaffee/Tee und selbstgebackene Waffeln angeboten. Für ein interessantes Gespräch ist genügend Platz zum Verweilen vorhanden.

 

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