CELLE. Heute um 15:30 Uhr rückten Polizei und Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand eines Einfamilienhauses in der Mittelstraße in Celle aus. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Flammen. Die Bewohner hatten zu diesem Zeitpunkt bereits das Haus verlassen. Personen wurden nicht verletzt. Die Brandursache und die Höhe des entstandenen Schadens sind noch nicht bekannt. Wir meldeten auf Facebook/Twitter und in unserer App.

Rund 20 Minuten später, noch während der Löscharbeiten, geriet aus noch ungeklärter Ursache das Dach der Sprachheilschule in Klein Hehlen in Brand. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung im Bereich Wagnerstraße und Umgebung. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Personen wurden nicht verletzt. Weil Osterferien sind, befanden sich keine Kinder oder Lehrer in den Räumlichkeiten. Zur Höhe des entstandenen Schadens liegen noch keine Angaben vor. Für die Dauer der Löscharbeiten wurde die Berlinstraße in Klein Hehlen voll gesperrt. Ob möglicherweise Schweißarbeiten am Dach den Brand ausgelöst haben, muss noch ermittelt werden.

 

Nachtrag: FEUERWEHR-EINSATZBERICHT im Wortlaut:

Zwei Großeinsätze innerhalb weniger Minuten galt es am Montagnachmittag für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Celle zu bewältigen. Um 15:23 Uhr wurden die Feuerwehren Westercelle und Celle-Hauptwache zunächst zu einem Zimmerbrand alarmiert. Vor Ort brannte eine Wohnung in voller Ausdehnung. Nur 20 Minuten später wurde die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache zu einer unklaren Rauchentwicklung nach Klein Hehlen alarmiert.

Wohnungsbrand in Westercelle:

Um 15:23 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Westercelle und Celle-Hauptwache zu einem gemeldeten Zimmerbrand in die Mittelstraße im Stadtteil Westercelle alarmiert. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte drang Rauch aus dem Dachgeschoss eines Wohnhauses. Personen befanden sich nicht mehr im Gebäude. Nach wenigen Minuten schlugen Flammen mehrere Meter aus einem Fenster. Das Feuer hatte sich bereits auf Teile des Dachstuhls ausgebreitet. Der Einsatzleiter veranlasste eine Alarmstufenerhöhung, so dass weitere Einsatzkräfte der Feuerwehr Celle alarmiert wurden.

Durch die Einsatzkräfte wurde sofort die Brandbekämpfung eingeleitet. So ging u.a. eine Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung. Durch den Einsatz der Celler Feuerwehr konnte eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Bei der Brandbekämpfung kamen fünf C-Rohre und mehrere Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Zur Belüftung und Entrauchung wurde ein Drucklüfter eingesetzt.

Im Einsatz waren über 50 Einsatzkräfte mit 12 Fahrzeugen der Feuerwehren Westercelle, Altencelle und Celle-Hauptwache, des Rettungsdienstes, der Polizei Celle sowie der Fachberater Sanitätsdienst.

Schulgebäude brennt

Noch während des laufenden Einsatzes in Westercelle wurde die Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache, nur 20 Minuten nach der Alarmierung zum Einsatz in Westercelle, zu einer unklaren Rauchentwicklung aus dem Dach eines Schulgebäudes alarmiert. Betroffen war die Sprachheilschule im Wagnerweg in Klein Hehlen. Die Förderschule teilt sich das Schulgelände mit der Grundschule Klein Hehlen.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Außenwache Neustadt-Heese (FF Celle-Hauptwache) drang Rauch aus der Dachverkleidung eines Schulgebäudes. Die Erkundung ergab ein Feuer in der Zwischendecke unter der Dachverkleidung. Das Feuer breitete sich sehr schnell aus. Personen waren nicht in Gefahr. Unverzüglich wurde die Nachalarmierung weiterer Feuerwehrkräfte veranlasst. So wurden auch Einsatzkräfte aus dem Einsatz in Westercelle herausgelöst und zum Einsatzort in Klein Hehlen verlegt. Außerdem rückte die Werkfeuerwehr hubergroup zum Einsatzort aus.

Vom Brand betroffen war ein zweistöckiger ca. 55 Meter langer und neun Meter breiter Gebäudeteil. Das Feuer breitete sich in der Zwischendecke, unter der metallischen Dachverkleidung, aus. An dem vom Brand betroffenen Gebäudeteil, in dem sich Klassenräume befanden, schließt ein Flur an, der die Unterrichtsräume verbindet. Dieser ist mit einem Flachdach versehen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Verbindungsflurs befindet sich ein identischer Bereich mit Unterrichtsräumen. In südlicher Richtung schließt sich ein eingeschossiger Gebäudeteil an, sowie ebenfalls im nordwestlichen Bereich.

Da sich das Feuer in der Zwischendecke befand, gestaltete sich die Brandbekämpfung sehr schwierig, da zunächst Zugänge zum Brandbereich geschaffen werden mussten. Das Feuer brach im Einsatzverlauf an verschiedenen Stellen durch die Decken- und Dachverkleidung. Der Innenangriff gestaltete sich ebenfalls schwierig und musste zeitweise abgebrochen werden, da das Dach auf der gesamten Gebäudelänge einstürzte. Trotz des massiven Löscheinsatzes konnte ein Ausbreitung des Brandes auf den gesamten Gebäudeteil nicht verhindert werden.

Durch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Celle konnte jedoch eine Ausbreitung auf die anschließenden Gebäudeteile inkl. des Verbindungsflurs und die gegenüberliegenden Unterrichtsräume verhindert werden.

Der Einsatzort wurde zunächst in drei und im Verlauf des Einsatzes in vier Einsatzabschnitte eingeteilt. Bei der Brandbekämpfung kamen u.a. die vier Drehleitern der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache zum Einsatz. Zur Wasserversorgung wurden drei Löschwasserbrunnen und mehrere Hydranten genutzt. Insgesamt kamen 210 Einsatzkräfte mit über 40 Fahrzeugen zum Einsatz.

Gegen 19 Uhr konnte von der Einsatzstelle „Feuer unter Kontrolle“ gemeldet werden. Um eine Übersicht über die Einsatzstelle zu bekommen und Wärmequellen aufzufinden, wurde ein Multicopter der Copter-Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband Celle eingesetzt.

Im Einsatz waren alle neuen Ortsfeuerwehren der Freiwilligen Feuerwehr Celle, somit die Ortsfeuerwehren Celle-Hauptwache (inkl. den beiden Außenwachen Neustadt-Heese und Vorwerk), Altencelle, Altenhagen, Bostel, Garßen, Groß Hehlen, Hustedt, Scheuen und Westercelle sowie die Führungsgruppe Einsatzleitung der Stadtfeuerwehr Celle. Hinzu kamen Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr hubergroup, des Rettungsdienstes und des Sanitätsdienst mit dem Deutschen Roten Kreuz Celle, dem Malteser Hilfsdienst Celle und der Johanniter Unfallhilfe Celle sowie die Polizei Celle und ein Berater des Technischen Hilfswerkes.

Durch die Einheiten des Sanitätsdienstes wurde die Verpflegung der Einsatzkräfte an beiden Einsatzstellen mit über 250 Einsatzkräften sichergestellt.

Der Einsatz zeigte die gute und professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen und Feuerwehren sowie der Polizei und des Rettungsdienstes. Die hohe Einsatzbereitschaft aller Einsatzkräfte, die im Bereich der Feuerwehr und der eingesetzten Hilfsorganisationen ausschließlich ehrenamtlich tätig sind!

Bereits um 21:23 Uhr wurde die Feuerwehr Celle zum nächsten Einsatz alarmiert. In Vorwerk brannte ein Papiercontainer.

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