BREMEN/NIENHAGEN. Gestern fand im Rahmen des Bremer City Triathlons die deutsche Meisterschaft der Alterklassenathleten über die Sprintdistanz statt. Bis hinauf zur AK 85 wurde in der Überseestadt rund um den Europahafen um die begehrten Titel gekämpft. Alexander Brennecke vom SV Nienhagen konnte sich in einem spannenden Rennen den Gesamtsieg und zugleich die Meisterschaft der Altersklasse 25 bis 29 Jahre sichern.

Die Planung der vergangenen Wochen richtete sich mit oberster Priorität auf die Deutsche Meisterschaft. Zusammen mit seinem Trainer Ole Bedey erarbeitete Brennecke die Marschroute bis zum Wettkampf in Bremen. Die harten Trainingseinheiten und der Vorbereitungswettkampf in Wolfsburg am vorhergehenden Wochenende trugen ihre Früchte und konnten nun mit dem Gewinn der Meisterschaft gekrönt werden.

Dabei wurde es dem Triathleten des SV Nienhagen keineswegs leicht gemacht. Athleten aus ganz Deutschland hatten sich für die Titelkämpfe gemeldet und auch der Sieger des Wolfsburger Triathlon Marc Günther stand wieder mit ihm an der Startlinie. Es galt, die Nerven zu behalten und ein kluges Rennen zu bestreiten.

Zuerst wurden 750m in der Marina Europahafen Bremen geschwommen. Durch das gut 22 Grad warme Wasser war kein Neoprenanzug erforderlich, was den starken Schwimmer Brennecke freute. Als Zweiter konnte der Nienhägener aus dem Hafenbecken klettern und zu seinem Rad eilen. Zwei Runden à zehn Kilometer durch die Bremer Überseestadt lagen vor den Titelkämpfern. Durch den technisch anspruchsvollen Parcours hatten sich einige der Dreikämpfer für ein konventionelles Rennrad entschlossen. Schon beim Schwimmen war der Wind in der Nordmetropole aufgefrischt. Auf der Radstrecke mussten die Sportler gegen teils heftige Böen ankämpfen. Brennecke konzentrierte sich darauf, die schnellen Läufer auf Distanz zu halten, ließ aber einige schnelle Radfahrer passieren.

Als Sechster kam er bei den Laufschuhen an. Durch einen schnellen Wechsel konnte er schon in der langgestreckten Wechselzone vier Konkurrenten überholen. Nun galt es, den führenden Athleten aus Würzburg noch einzusammeln und die starken Läufer auf Abstand zu halten. Die Taktik ging vollends auf und mit 32 Sekunden Vorsprung konnte sich Brennecke zum neuen Deutschen Meister der Amateure über die Sprintdistanz krönen.

„Alexander war heute weder der beste Schwimmer, noch der beste Radfahrer oder der beste Läufer. Aber er war der beste Triathlet. Mit kluger Taktik und schnellen Wechseln konnte er das Rennen kontrollieren und sich so verdient den Deutschen Meistertitel sichern. Er hat heute alles richtig gemacht und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen und das wurde am Ende belohnt“, lautet das Fazit von Trainer  Ole Bedey. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Rennen und bin froh, dass ich nicht die Nerven verloren habe. Ich freue mich, dass die Strategie der letzten Wochen aufgegangen ist und gehe nun mit viel Selbstvertrauen an die Rennen in der Heimat in Altwarmbüchen über die olympische Distanz am kommenden Wochenende und schließlich in Celle beim 32. Celler Triathlon“, so Alexander Brennecke.

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