Heute wurde das „ALLER-HAUS“ in Langlingen eröffnet, ein gemeinsames Projekt der Ev.-luth. St. Johannis-Gemeinde und der politischen Gemeinde Langlingen.Aller HausPastor Wildrik Piper: “Wir wollten unser in die Jahre gekommenes Gemeindehaus sanieren, die politische Gemeinde wollte ein neues Haus für alle Bürgerinnen und Bürger bauen, da haben wir uns zusammengetan. Ein Glücksfall war dabei, dass sowohl Kirche als auch Gemeinde für dieses einmalige Vorhaben EU-Mittel in erheblichem Umfang bekommen konnten, so dass wir jetzt großzügige und sehr einladende Räumlichkeiten haben, die tatsächlich allen zur Verfügung stehen. Wir leben hier an der ALLER und ALLE sollen sich eingeladen fühlen – so entstand der Name des alten und gleichzeitig ganz neuen Hauses”.

Am 28. Oktober wurde dafür ein Förderverein „Langlinger Dorfleben“ gegründet (CelleHeute berichtete). Dieser Verein – die Gemeinnützigkeit wird beantragt – soll Kultur, Bildung und vielfältige Begegnungsmöglichkeiten auf die Beine stellen. Die Mitgliedschaft im Verein ist kostenlos.

Wir geben hier die Eröffnungsreden von Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann sowie Pastor Wildrik Piper wieder, ungekürzt und unkommentiert:

Rede von Bürgermeister Ernst-Ingolf Angermann:

„Anrede

…. Ich begrüße sie herzlich zur Einweihung unseren Aller- Hauses, dem Haus für alle Menschen in unserer Gemeinde Langlingen mit den Ortsteilen Nienhof, Hohnebostel, Wiedenrode und allen Gästen aus nah und fern.

Ja, es war uns wichtig von Beginn unserem neuen Haus einen treffenden, markanten Namen zu geben, sodass sich die bisherige Bezeichnung „Begegnungszentrum“ nicht festigt.

Natürlich schwingt der Name des gleichlautenden Flusses mit, die Hauptbetonung liegt auf der Deutung, das Haus aller Menschen der Gemeinde und Umgebung. Sie alle sollen sich darin wohl fühlen.

Wir freuen uns, damit spreche ich auch für unseren Pastor Wildrik Piper, heute Gäste begrüßen zu dürfen, die unserer Einweihung eine besondere Note geben.

Kirchenkreis Superintendent Dr. Hans-Georg Sundermann

Vom Landkreis stv. LR Ullrich Kaiser

BM f.Ernährung,Landw. Verbrauchersch. Ralf Wolkenhauer

Amt für regional Landesentwicklung Herr Dierken u. Herr Joost

Samtgemeindebürgermeister Helfried Pohndorf

Als Vertr. der ILE Gemeind. Bürgermeister Wolfgang Grube

Aus unseren Nachbargemeinden die Bürgermeister

Die Mitglieder des Langlinger Gemeinderates und Kirchenvorstandes sowie der kirchlichen und kommunalen Verwaltung

Vom Amtshof in Eicklingen, Herr Schmidt u. Frau Viehweg

Unser Architekturbüro Herr Windisch und Krüssel (Möller)

Mitarbeiter der Handwerksbetriebe

Vertreter der örtlichen Vereine, bes. der Feuerwehr (keine Einladung)

Anrede

„Unsere Dörfer brauchen Begegnungsorte“ so ein Artikel der Land und Forst im Januar 2012 in dem beispielhaft beschrieben wurde, wie sich die Orte im ländlichen Raum verändert haben.

So hat auch in Langlingen der Strukturwandel in den vergangenen Jahrzehnten für erhebliche Veränderungen gesorgt. Viele Gewerbebetriebe haben aufgegeben, die Arbeitsplätze wurden an andere Orte verlegt.

Von den ursprünglich vier Gasthäusern besteht noch eins. Vereine wie der gemischte Chor oder die Theatergruppe gibt es nicht mehr.

Unsere Gemeinde ist gesellschaftlich ärmer geworden, so die allgemeine Feststellung am 21.02.2012 hier im Gemeindesaal.

Ca. 50 Personen waren zu einem Informationsabend zusammen gekommen um gemeinsam zu überlegen, wie dieser Entwicklung begegnet werden kann und wie wir unser Umfeld lebenswert bereichern können.

Viele Ideen, die sich durchaus in anderen Gemeinden bereits bewährt hatten, wurden aufgelistet. Vom Kulturkreis, Seniorenkreis, Spielenachmittag, Männerkochen bis zum Büro für den Lebensbedarf usw.   Alle waren begeistert bis sich die Frage stellte wo und wie ?

Bestätigt durch die überaus erfolgreichen Aktivitäten im Dorfgemeinschaftshaus in Nienhof und auch in den Gemeinschaftshäusern anderer Gemeinden kam schnell die Überlegung vergleichbares auch in Langlingen zu erstellen.

Eine glückliche Fügung, dass die Kirchengemeinde zur gleichen Zeit die Sanierung des Gemeindesaales plante.

Die Idee eines gemeinsamen Hauses wurde geboren, dass Synergieeffekte in der Innengestaltung, sowie auch in der Nutzung versprach.

Allen war klar, dass eine Umsetzung nur mit einer entsprechenden Bezuschussung möglich ist.

Obwohl die Förderperiode auslief und offensichtlich alle Töpfe ausgeschöpft waren, wurde vorsorglich ein Förderantrag beim GLL gestellt.

Das Glück und der gute Wille von Herrn Dierken waren mit uns, es gab dennoch verfügbare Mittel und im Dezember 2013 erreichten uns zwei Förderbescheide über 80.000,- für die Kirchengemeinde und 100.000,- für den Neubau der politischen Gemeinde.

Ein weiteres Glück, mit Herrn Windisch und seinen Mitarbeitern fanden wir ein hervorragendes Architekturbüro, dass kurzfristig eine Planung aufstellte.

Nach Abstimmung den Bauantrag zusammenfügte und die Ausschreibung durchführte.

Im Februar dieses Jahres wurde durch fleißige Helfer, Landwirte und Ratsmitglieder die Baufläche ………………….. und ausgebaggert. Der Bau hatte begonnen. (Alles an einem Tag)

Wer hier des Öfteren vorbei fuhr, konnte die Räume wachsen sehen. Parallel wurde das Altgebäude zum Teil entkernt und saniert.

Entstanden ist und das können wir mit Stolz sagen, ein Gebäude das sich trotz der Denkmalschutzvorgaben hervorragend in unseren Dorfmittelpunkt einfügt.

Das mit seinen hellen freundlichen Räumen eine einladende behagliche Atmosphäre entwickelt. Das war immer unser Ziel, die Menschen sollen sich hier wohl fühlen und stets gerne wieder kommen.

Das Konzept besteht darin, dass sich im älteren Gebäude zwei Räume zur freien Verfügung und die Toiletten befinden.

Im Pfarrhaus ein Besprechungsraum und im neuen Gebäudeteil der Versammlungsraum, die Küche sowie Abstell- und Lagerräume.

Ergänzt wird das Gebäude mit einem großen Außensitzplatz, der abschließend wieder mit großartiger Unterstützung vieler fleißiger Helfer sehr einladend hergerichtet wurde.

Anrede

Mit diesen warmen wohnlichen Räumen hat unsere Gemeinde eine große Bereicherung erfahren.

Wir haben damit Räumlichkeiten bekommen, die nicht in Konkurrenz zu unserem Gasthaus stehen und Möglichkeiten für vielerlei Aktivitäten bieten.

Es gibt bereits eine Liste mit ersten Terminen verschiedenster Angebote , die in den nächsten Wochen und Monaten hier durchgeführt werden.

Modeschmuck gestalten über Gesangabend, Tango-Argentin b. oder ein Suppentag .

Des Guten noch nicht genug.

Vor kurzem hat sich unser Förderverein „Langlinger Dorfleben“ gegründet.

32 Gründungsmitglieder haben Hans – Hermann Kerl zum ersten, Bernhard Scholz zum zweiten und Michaele Höner aus Hohnebostel zur dritten Vorsitzenden gewählt.

Sie werden unterstützt von Regina Wichmann aus Nienhof als Kassenführerin und Frauke Hollo aus Fernhavekost als Schriftführerin.

Damit sind auch nahezu alle Ortsteile im Vorstand vertreten.

Uns ist besonders wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger der gesamten Gemeinde angesprochen und vertreten fühlen. Die neuen Räumen nutzen und sich hier wohl und willkommen fühlen.

Dafür, dass wir die neuen Räume nun Einweihen und Nutzen können möchte ich mich herzlich bedanken.

Förderbehörde Dierken und Joost………     Förderung

Verwaltung Pohndorf, Schulz u. Kamlah ( Krippenbau )

Kirchenkreis Herr Kleinke u. Herrn Soltendiek

Kirchenvorstand und Gemeinderat       weise Beschlüsse

Architekturbüro Windisch, Krüssel, Möller

Baufirmen enger zeitlicher Taktung Aufträge ausgeführt haben…

Es hat jeder seinen Beitrag geleistet, ganz besonders möchte ich mich bei den fleißigen Helfern bedanken.

Die beginnend mit der Bauplatzherrichtung, Baubegleitung in den Besprechungen, Materialauswahl, Farbbestimmung, Küchenauswahl, Mobiliarauswahl viel Zeit und Fahrkilometer eingebracht haben.

Die zum Ende an mehreren Wochenenden mit großem Einsatz…..Zaun, Hecke, Pflaster gesetzt, Sträucher beseitigt, Erde bewegt, Rasen angesät haben.

Das war ein großartiger Einsatz dafür, dass es richtig gut werden sollte.“

 

Rede von Pastor Wildrik Piper:

„Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste!

Ich schließe mich den Worten unseres Bürgermeisters gern an: Ich danke allen freiwilligen Helferinnen und Helfern! Ich danke auch den Ehepartner, die entweder mitgemacht haben oder über Stunden oder ganze Tage auf den anderen verzichtet haben!

Es gab hier einen ganz harten Kern. Da waren Menschen vom ersten bis zum letzten Tag ständig präsent. Hier gibt es Leute, die kann man abends um 21.00 Uhr anrufen, weil man noch einen Sack Zement braucht – und 10 Minuten später ist er da.

Besonders danke ich meiner Frau!

Es gibt aber auch Menschen, besonders die unmittelbaren Nachbarn, die unter der Baustelle gelitten haben. Ich möchte unseren Nachbarn Irmgard und Heiner Harms, Julia, Karsten und Lotta Harms einen Gutschein überreichen.

Ein weiterer Gutschein ist für Christine Sievers, die uns ihre Garage als Möbellager zur Verfügung gestellt hat.

Ich danke Peter Wagner für die umfassende Photo-Dokumentation über die gesamte Bauzeit! Wir können die Bilder nachher als Diashow im neuen ALLER-HAUS betrachten.

Ich danke auch unserer Gemeindesekretärin Christine Dreger, und unserer Küsterin Angelika Scholz mit ihrem Mann Bernhard!

Ich freue mich sehr, dass wir unseren Förderverein „Langlinger Dorfleben“ gründen konnten und dass wir mit Hans-Hermann Kerl, Bernhard Scholz, Michaele Höner, Frauke Hollo, Regina Wichmann ein hervorragendes Leitungsteam gefunden haben, durch das über dies auch alle Ortsteile vertreten sind!

Alles ist heute umsonst – für Spenden haben wir eine Milchkanne aufgestellt. Der Erlös kommt ausschließlich dem Förderverein zugute!

Also Essen sie reichlich – und spenden sie noch reichlicher!

Und: Bevor sie gehen – am besten zwischendurch: Schreiben Sie ihren Namen und wenn Sie wollen noch mehr in unser Gästebuch, das ALLER-BUCH, welches am Ausgang ausliegt!

Für den heutigen Tag haben einige Langlinger Geschäftsleute viel gespendet: Es geht um die Blumen, den Rabatt für die Suppen, die „Kirchenbrote“ und den Sekt.

Ganz herzlich danke ich den Landfrauen für den gespendeten Kaffee und den wunderbaren, selbst gebackenen und natürlich genauso gespendeten Kuchen!

Zum Schluss danke ich dem Rat und allen seinen Mitgliedern für das Vertrauen. Wie schön, dass wir uns miteinander auf den Weg gemacht haben!

Ich wünsche uns allen eine wunderbare Feier!

Vielen Dank!“

 Fotos: Peter Müller

 

 

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