WINSEN/ALLER. „ALLERseits gut drauf – wie lange noch?“ – unter diesem Motto lädt die Gemeinde Winsen zu einer Infoveranstaltung am Donnerstag, 6. September 2018 um 20.00 Uhr, in der Aula der Oberschule Winsen (Aller) ein.

In der Einladung an die Bevölkerung schreibt Bürgermeister Dirk Oelmann: „Liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir in der Gemeinde Winsen sind es gewohnt, an und mit der Aller zu leben. ‚ALLERseits gut drauf!‘, so lautet unser Gemeindeslogan. Für viele von uns stellt die Aller eine feste Größe im Tagesgeschehen dar, so zum Beispiel für Spaziergänge, Freizeitaktivitäten und vieles mehr. Der Landkreis Celle plant nun zum 01.01.2019 im Rahmen der EU-Richtlinie „Natura 2000“ die Errichtung eines Naturschutzgebietes entlang der Aller. Für uns in Winsen bedeutet das konkret:
– Betretungsverbot der Allerwiesen von Stedden bis Thören
– Hundeverbot auf den Allerwiesen von Stedden bis Thören
– Stilllegung des Schützenplatzes
– Stilllegung des Bolzplatzes
– keine Freizeitaktivitäten an der Aller
– keine neue Schaffung von Infrastruktur für Freizeit und Tourismus
– Badeverbot
– Stilllegung der Anleger in Stedden und Winsen
– existenzbedrohende Einschränkungen in der Landwirtschaft
– existenzbedrohende Einschränkungen in der Forstwirtschaft
Wollen wir das?
Ich möchte Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, genau darüber informieren, was da geplant wird und welche Möglichkeiten wir haben, in dem nur noch kurz bestehenden Zeitfenster zu handeln, um diese Pläne umzuwandeln.

Naturschutz ist ein hohes und wichtiges Gut, daran soll kein Zweifel bestehen, denn wir sind es unseren Kindern schuldig, ihnen eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Daher ist es wichtig, gerade hier zu überlegen, was Sinn macht und was nicht. Das werden wir an dem Abend aufzeigen und um Ihre Unterstützung bitten, damit die Aller und ihre angrenzenden Wiesen und Wälder auch weiterhin als intakte Landschaft für uns alle nutzbar bleiben.

Der Landkreis Celle hatte kürzlich über Natura 2000 in einer Pressemitteilung informiert und dabei den aktuellen Planungsstand aus seiner Sicht dargestellt. Bürgermeister Dirk Oelmann sieht jedoch weiterhin die Gefahr von Einschränkungen für die Bürger.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.