CELLE. Ende August machten sich die „Senioren 60+“ der Schützengemeinschaft Altenhagen auf den Weg in die Mittelweser-Landschaft nach Nienburg. Frühstücken auf der Weser mit anschließendem Landgang nach Drakenburg zum Verkosten von Aal und Forelle und als Abschluss Kaffee und Kuchen im Drakenburger Rittergut war das geplante Tagesprogramm.

Bei strahlendem Spätsommerwetter ging es am frühen Morgen von Altenhagen aus „on tour“ mit zwei Großraum-PKW. Die Fahrzeuge wurden dankenswerter Weise vom ortsansässigen Autohaus Thomas und von der Vorsitzenden Elke Heuer der Schützengemeinschaft Altenhagen zur Verfügung gestellt. Als verantwortungsbewusste Fahrer stellten sich die Schützenbrüder Manfred Busse und Carsten Latza zur Verfügung. Auf praktisch autofreien Straßen wurde nach etwa einer Stunde die Schiffs-Anlegestelle „Am Haaken Werder“ in Nienburg erreicht. Dort ankerte bereits die „Bremen“ aus der Weserflotte, vorbereitet für die zweistündige Fahrt von Nienburg nach Landesbergen, dann weserabwärts zurück bis zur Schleuse Drakenburg und nach dem Wenden zurück nach Nienburg.

Ruhig zog die Landschaft der flachen Wesermarsch an den Schützen vorbei, mit Ausblicken auf Angler, Sportboote, kleine Häfen, Pferde, Kühe und Schafe auf den Weiden und einigen herrschaftlichen Häusern. Ebenso säumten Reiher und Störche in kleinen Gruppen die beiderseitigen Ufer: nichts Spektakuläres, aber dennoch interessant. Umso mehr wurde daher das üppige Frühstück genossen, serviert von freundlichen Bedienungen und mit zusätzlichem Getränkeservice.

Zum anschließenden Landgang ging es in ein paar Minuten per Auto von Nienburg durch die Stadt nach Drakenburg in den Weserweg. Im dortigen Haus von Roswitha Dahl, Lebensgefährtin des Ehrenvorsitzenden der Altenhägener Schützen, war alles mit Nachbarschaftshilfe für den Empfang der Schützen auf der Terrasse vorbereitet. Auf Einladung von Roswitha und ihrem Sohn Alexander wurden Fischplatten mit Aal und Forellen serviert. Frisch geräuchert von der Räucherei Dobberschütz, die seit mehr als 200 Jahren Fischrechte auf der Weser besitzt und ununterbrochen ausübt. Räucheraal und Forelle, dazu dunkles Brot, Butter, Gurke und zwischendurch einen klaren Aquavit. Dafür sorgten die Gastgeber, natürlich auch mit Bier und alkoholfreien Getränken. Wer Lust hatte, konnte sich im angeschlossenen Garten zusätzlich mit Äpfeln vom Baum oder mit Brombeeren bedienen.

Nach reichlich Sonne, kurzen Ansprachen durch die Gastgeber, Führungen durch Haus und Garten für Interessierte sowie gutem Zuspruch zu „Speis und Trank“ wurde zum Abschluss das historische Rittergut im alten Dorfkern von Drakenburg besucht. Im dortigen Café „Im Kuhstall“ wurde für die Schützen Kaffee und hausgemachter Kuchen serviert, abgerundet durch eine Kostprobe ebenso hausgemachter Liköre. Das Café ist in einem renovierten Stallgebäude auf dem weitläufigen Gelände mit vielen Jahrhunderte alten Wohngebäuden und Stallungen eingerichtet. Das über Orts- und Landesgrenzen hinaus bekannte Eingangstor aus der Zeit der Weser-Renaissance passt sich gut ein in die mittelalterlich anmutende Umgebung.

Mit vielen Eindrücken von der Weser bei Nienburg, der flachen Wesermarsch und dem Ort Drakenburg, direkt an der Weserschleife gelegen, sowie Erinnerungen an Räucheraal nach Drakenburger Art, ging es am frühen Abend zurück nach Altenhagen – immer noch begleitet von herrlichem Sonnenschein.

Text: Heinemann Gahlau, Ehrenvorsitzender der Schützengemeinschaft Altenhagen

 

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