CELLE. Beeindruckende Bilder erlauben einen Einblick in die individuellen, alltäglichen Geschichten von geflüchteten Menschen: Was heißt es, auf der Flucht zu sein? Was bedeutet es, gesellschaftlicher Umwälzung, Bedrohung und Tod zu begegnen und gezwungen zu sein, das eigene Zuhause zu verlassen, um einen sicheren Ort zu suchen? Große Fluchtbewegungen sind nichts Neues. Die Ausstellung „Menschen auf der Flucht“, die derzeit im Neuen Rathaus zu besichtigen ist, umreißt die vergangenen 70 Jahre und blickt zurück bis zum Zweiten Weltkrieg – einer Zeit massiver Vertreibungen.

Ende 2016 waren laut Amnesty International weltweit mehr als 65 Millionen Menschen aufgrund von bewaffneten Konflikten und Verfolgung gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen. „Mehr als 22 Millionen Menschen aller Geschlechter und Altersgruppen sind deshalb aus ihren Heimatländern geflohen. Die sogenannte Flüchtlingskrise erscheint heute als unlösbares Problem. Dabei offenbart sich vor allem eine Krise der Verantwortung und der Solidarität. Die bestehenden Herausforderungen könnten gut bewältigt werden, wenn die europäischen Regierungen sich untereinander solidarisch zeigen und sich entschlossen für eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen einsetzen würden“, so Amnesty International

Die Ausstellung befindet sich bis Ende Februar im Foyer des Neuen Rathauses.

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