Amphibienwanderung hat begonnen - NABU stellt Krötenzäune auf

Wissenschaft Von Redaktion | am Fr., 15.03.2019 - 21:09

CELLE. Seit einigen Tagen ist es wieder soweit. Die Krötenwanderung hat begonnen. Der milde und feuchte Monatsbeginn hat in der ganzen Region die ersten Amphibien hervorgelockt. Zahlreiche NABU-Gruppen haben daher überall im Land hunderte Meter Amphibienschutzzäune entlang der Straßen aufgebaut und konnten so in den vergangenen Tagen bereits vielen Tieren auf dem Weg zu ihren Laichgewässern helfen. „In den kommenden Wochen werden die Schutzzäune täglich nach neuen Tieren kontrolliert“ berichtet Andrea Pohlen, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland in Celle.

„Die Tiere sammeln sich in Eimern, werden dann über die Straße getragen, statistisch erfasst und wieder freigelassen“. Amphibien wandern bevorzugt nachts, bei feuchter Witterung und Temperaturen von über fünf Grad. Je nach Wetterlage könne es daher zu einer kurzen Unterbrechung der Wanderung oder auch zu einer großen Massenbewegung kommen, bei der sich über Nacht an einem Schutzzaun hunderte Tiere sammeln. Dank der Unterstützung vieler Freiwilliger konnten in den vergangenen Jahren allein in der NABU-Region Heide-Wendland zehntausende Amphibien sicher zu ihren Laichgewässern gelangen. "Ohne dieses vielfache, ehrenamtliche Engagement wäre es um unsere Kröten und Frösche deutlich schlechter bestellt", so Andrea Pohlen.

Bereits in den ersten Lebenswochen, der Kaulquappenphase, erfolgt die Prägung der Amphibien auf das Laichgewässer. Zur Fortpflanzung kehren sie an ihr Geburtsgewässer zurück. Die Winterquartiere wie Hecken, Kiesgruben, Wälder aber auch Gärten liegen in bis zu 500 Metern Entfernung von den Laichgewässern in denen Kröten, Frösche und Molche auf Paarungssuche gehen - eine gewaltige und gefährliche Strecke für die kleinen Tiere