„Auch wenn sich der Ministerpräsident jetzt einsichtig zeigt und endlich der Regulierung des Wolfsbestandes zustimmt, schiebt er seine Verantwortung weiter Richtung Bund und EU“, so Angermann. „Wir benötigen keine Rechtsänderung, sondern eine mutige Landesregierung.“ Schließlich dürften Wölfe, die vermehrt Nutztiere rissen oder Menschen zu nahe kämen, nach EU-Recht entnommen werden – die Landesregierung müsse diese Vorgaben nur umsetzen.

Angermann weiter: „Wir müssen uns bundesweit mit der Frage beschäftigen, wie viele Rudel zum Erhalt des westeuropäischen Wolfes nötig sind. Finnland hat eine solche Quote bereits eingeführt: 300 Wölfe – alles, was darüber hinausgeht, wird abgeschossen. Wenn wir zukünftig, auch im Sinne des Tierwohls,  eine Zunahme der Weidetierhaltung erreichen wollen, müssen wir konsequent mit verhaltensauffälligen Wölfen umgehen und die Entwicklung der Wolfspopulation frühzeitig bewerten.“ Sofern notwendig, müsse dann auch die Regulierung des Wolfsbestandes auf ein vertretbares Maß möglich sein.

„Die Weidetierhalter in Niedersachsen betrachten die derzeitige Entwicklung mit Sorge und erwarten mit Recht Maßnahmen, die ihre Existenz weiterhin sicherstellen“, so Angermann. Aus diesem Grund hat sich die CDU-Fraktion dazu entschieden, einen Entschließungsantrag zum Thema Wolf in das nächste Plenum einzubringen.

4 Antworten zu “Angermann: CDU fordert stärkere Regulierung des Wolfsbestandes”

  1. Otto Boecking Dr. sagt:

    Herr Angermann hier geht es Ihnen doch erkennbar eindeutig mal wieder ganz allein nur um Ihre politisch motivierte Klientelpolitik (= Wählerstimmen für die CDU) und eben nicht sachlich um die ehrliche Frage „Rückkehr des Wolfes und etwaige Probleme mit der Weide-Nutztierhaltung“! Das ist ein Thema, das sehr viel differenzierter und auch tatsächlich intellektueller angegangen werden müsste als Sie es hier tun und generell seit Jahren so unsachlich betreiben. Sie täuschen die Mitbürger und argumentieren ja schon wieder gegen jegliche Sachlage und gegen Analysen der Faktenlage und verschweigen die Ergebnisse der Ist-Situation. Somit versuchen Sie allein Ihrer Zielgruppe dem „CDU-Wahl-Stimmvieh“ zu suggerieren, wie schlimm es um die Weidetierhalter bestimmt ist und klammern die Faktenlage generös aus. Wenn Sie so unsachlich argumentieren, dann sei auch ein ebensolcher Vergleich zum folgenden Thema erlaubt: wie viele Biogasanlagen-Betreiber benötigen wir hier in Niedersachsen und insbesondere im Landkreis Celle einschließlich der „Vermaisung der Landschaft“! ?? Und müssten nicht solche „Verhaltens-auffälligen“-Biogasanlangen-Betreiber „entnommen werden“, die illegal „nicht bewilligte und nicht zu bewilligende Abwasser-Einleitungen aus ihren Biogas-Anlagen in Gewässer über Jahre wissentlich getätigt haben“ und eben gegen das Gemeinwohl und gegen die Natur, ja gegen bestehende gesetzliche Regelungen verstoßen haben, um die wir und gegen wir uns für die nächsten Generationen vehement einsetzen müssten!??

    Zurück zum Wolf und um dessen Rückkehr wir uns mit Sachverstand, statt mit naiver „Rotkäppchen-Mentalität“ uns auseinander zu setzen haben.
    Was Herr Angermann komplett wissentlich hier mal wider verschweigt ist das Folgende:
    (siehe „Der Wolf in Niedersachen – Zahlen, Daten, Fakten, Stand: Dezember 2016)
    1. Für NDS bestätigt die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) das territorialen Vorkommen von acht Wolfsrudeln und einer territorialen Fähe. Bei zwei weiteren Territorien ist der Status nicht bekannt (Stand November 2016). Die LJN geht von geschätzt 80 Tieren aus.
    2. Die Anzahl der Rinder-haltenden Betriebe hat laut Agrarstatistik im Zeitverlauf abgenommen, wohingegen die jeweiligen Tierbestände im gleichen Zeitraum einen leichten Anstieg verzeichnen! Bei den Schafen ist nach einem deutlichen Anstieg der erfassten Tierzahlen von 2013 auf 2014 im Jahr 2015 wieder ein leichter Rückgang zu beobachten. Die Anzahl der Betriebe mit Schafen ist von 2013 zu 2014 ebenfalls angestiegen und bleibt 2015 etwa auf gleichem Niveau.
    3. Fakt ist die aktuelle Statistik des Landwirtschaftsministeriums zeigt, dass in Niedersachsen die Zahl der Schafe und der schafhaltenden Betriebe seit 2013 trotz wachsender Wolfspopulation gestiegen ist.
    4. Bezüglich der Rissentwicklung in Niedersachen (September 2015 – September 2016); für den Vergleichszeitraum vom September 2015 zum September 2016 kann festgestellt werden, dass die Zahl der Nutztierrisse stagniert und in einigen Regionen sogar rückläufig ist, obwohl sich die Wolfspopulation vergrößert hat.
    5. Nahrungsanalysen von > 4.000 Losungsproben haben gezeigt, dass Wölfe sich in Deutschland zu 92,2% von Schalenwild ernähren, nur 0,8 % entfallen auf Nutztiere.
    6. 2015 hat das Land Niedersachsen deutschlandweit den höchsten Gesamtbetrag in Präventionsmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe investiert (378.026,57 Euro; ausgezahlt: 338.502,54 Euro – dies schließt alle Anträge aus 2014 ein)
    7. Junge Bäume stellen zu einem Großteil die natürliche Nahrung des Schalenwildes dar. Überhöhte Wildbestände werden jedoch zunehmend zum Problem, da sie die Walderneuerung gefährden. Zum Schutz des Baumbestandes sind in Niedersachsen derzeit mehr als 50.000 ha Waldflächen eingezäunt, das entspricht ca. 15.000 Kilometer Zaun, die Kosten dafür belaufen sich auf rund 195 Millionen Euro.
    8. Die Anzahl der Verkehrsunfälle durch Straße oder Schiene mit Wildtierschäden in Niedersachsen betrug im Jagdjahr 2015 (1. April 2015 bis 30. März 2016) 28.054
    Quelle: http://www.umwelt.niedersachsen.de/download/113538

    Fazit ist: Herr Angermann spricht unwahr und klammert die Wahrheit aus

    Mit freundlichen Grüßen an kritische CelleHeute-Leser*innen Dr. Otto Boecking (Wienhausen)

    • Willi Halbgewachs sagt:

      Was außer Klientelpolitik betreibt denn ihre sogenannte “Naturschutz-NGO”?
      Wer wie die Verantwortlichen Stellen und die quasireligös agierenden Naturschutz-NGO’s den Artenschutz über die Öffentliche Sicherheit stellt, stellt damit das staatliche Gewaltmonopol in Frage!

  2. Willi Halbgewachs sagt:

    Es ist an der Zeit die zweifelhafte Rolle der Naturschutz-NGO’s in diesem Angriff auf den ländlichen Raum näher zu beleuchten.

  3. Willi Halbgewachs sagt:

    Zur Rolle des organisierten Naturschutzes als Brechstange der Verwaltung zur Durchsetzung unpoulärer Ziele.
    Oder mit einem Zitat Phillip von Guttenberg:
    ” Der Bauer als Leibeigener des Ministerialbeamten mit dem organisierten Naturschutz als Polizei”
    Hierzu ein Beitrag von Wolfgang Lipps
    WÖLFE IN DEUTSCHLAND – DIE GROSSE VOLKSVERDUMMUNG ?
    Wenn´s um den Wolf in Deutschland geht, werden wir, die gesamte Öffentlichkeit, systematisch hinter´s Licht geführt. Das macht sich an 2 Punkten besonders fest:
    Warum begründet niemand die Rückkehr der Wölfe?
    Lesen Sie mal im Bericht des BfN Bundesamtes für Naturschutz, BfN-Skripten 2013 / 2007 „Grundlagen für die Entwicklung einer nationalen Strategie gegen invasive gebietsfremde Arten“ (die für, nicht gegen den Wolf verwendet wird!) die Strategieempfehlung 33 (auf S. 23) für die nationale Politik. Da heißt es allen Ernstes und höchst entlarvend:
    „Für eine Aufnahme in die politische Agenda ist eine sich selbst tragende öffentliche Thematisierung bereits vor der Programmformulierung notwendig. Der Ruf nach der Hilfe durch den Naturschutz muss von außen öffentlich an diesen herangetragen werden. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Problembewusstsein der verschiedenen Teilöffentlichkeiten strategisch vorzubereiten. Der Einsatz von Instrumenten der Öffentlichkeitsarbeit ist dabei unerlässlich.
    Zu einem frühen Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz um die Aufmerksamkeit zu diesem Thema noch gering ist, muss der Naturschutz seine Diskursmacht ausbauen. Diskurslinien und -schwerpunkte sind in dieser Phase noch nicht verfestigt und daher formbar. Zur Initiierung eines IAS Diskurses sind Sachinformationen nicht zielführend. Zur Erzeugung von Aufmerksamkeit gilt es, das Thema IAS zu emotionalisieren.
    Die gewonnene Deutungsmacht muss dazu genutzt werden, die eigenen Kompetenzen als Helfer herauszustellen. Eine Koalition mit Partnern, die die gleichen Interessen verfolgen, wird diese Position stärken.“
    „Das dumme Volk muss eben nur ein wenig manipuliert werden, dann lässt es sich doch gern von Wölfen fressen, zumal das dann ökologisch vollkommen gerechtfertigt wäre, oder?
    Um es klar zu sagen: In Deutschland läuft eine organisierte Pro- Wolf Propaganda, die einer kleinen Interessengruppe dient und keinerlei wissenschaftlichen Studien standhält. Die Politik macht das mit, weil diese auf Wählerstimmen hofft, aber fachlich keine Ahnung hat. Das wird sich mit zunehmenden Problemen sicher ändern, weil wolfsgeschädigte Wahlkreise weg- brechen. Nicht das angebliche „Rotkäppchensyndrom“ ist ein Märchen, sondern die Mär vom angeblich harmlosen Wolf. Keines der von der Wolfslobby angeführten verharmlosenden Argumente pro Wolf hält einer wissenschaftlichen und historischen Analyse stand. Natürlich hat der Wolf keine genetisch angeborene Angst vor dem Menschen. Das ist wissenschaftlich unhaltbar. Er vermeidet potenzielle Beute nur, wenn diese nicht zu erlangen ist.
    http://www.jagdrechtsblog.com/woelfe-deutschland-die-grosse-volksverdummung/
    https://www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/skript213.pdf

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