Nachdem in den vergangenen Monaten immer häufiger Berichte über Wolfsrisse in der Region bekannt wurden und eine zunehmende Bedrohung der Nutztiere im Außenbereich zu erwarten sei, reichte der niedersächsische Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann eine schriftliche Anfrage im Landtag in Hannover ein.

Angermann,_Ernst-Ingolf-8203Bereits nach dem Vorfall in Meißendorf im September hatte Angermann die Landesregierung gefragt, wie die Verluste der Tierhalter zukünftig entschädigt werden. Durch die häufigen Zwischenfälle muss eine schnelle Lösung für die Tierhalter im ländlichen Raum gefunden werden. Der Abgeordnete befragte die Landesregierung hinsichtlich der allgemeinen Schutzmaßnahmen für Nutztiere vor Wolfsübergriffen, ebenso wie zu Soforthilfen für die Halter nach Angriffen und der finanziellen Unterstützung für Präventivmaßnahmen zum Schutz des Viehs.

Da mit einer jährlich steigenden Population und somit einer flächendeckenden Verbreitung des Wolfs in unserer Region zu rechnen ist, muss allerdings auch über Lösungen im Zusammenhang mit Beeinträchtigungen der natürlichen und gesellschaftlichen Umgebung nachgedacht werden. Deswegen wird in der Anfrage Angermanns auch nach dem zukünftigen grundsätzlichen Umgang der niedersächsischen Landesregierung mit Wolfsansiedlungen und den daraus resultierenden Konsequenzen für die Menschen und Nutztierhalter gefragt.

„Letztlich muss der Schutz der Menschen wie auch Nutztiere gesichert sein“ sagte Angermann und fügte hinzu „Mit Sorge sehe ich die weitere Entwicklung. Ein Raubtier ohne natürliche Feinde wird sich ungehindert weiter vermehren. In absehbarer Zeit werden wir uns voraussichtlich die Frage stellen müssen, wie viele Wölfe verträgt unser natürliches und gesellschaftliches Umfeld“. Eine Antwort der Landesregierung auf die schriftliche Anfrage soll noch vor Weihnachten erfolgen.

Foto: Foto AG Gymnasium Melle, CC-BY-SA 3.0

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