„Die Wolfspopulation in Niedersachsen umfasst derzeit gut 80 Wölfe. Experten zufolge wird sie mit einer Steigerungsrate von über 30 Prozent pro Jahr erheblich wachsen“, so Angermann. „Gleichzeitig werden vermehrt Weidetiere vor allem in Grünland- und Deichregionen gerissen und Wölfe häufiger auch in bewohnten Gebieten beobachtet – eine Regulierung der Wolfspopulation ist daher zwingend erforderlich.“

Angermann kritisiert: „Von der rot-grünen Landesregierung gibt es keinerlei nachhaltige Handlungsempfehlungen für den Umgang mit dem Wolf bei ansteigender Populationsentwicklung. Der niedersächsische Wolfsmanagementplan muss umgehend überarbeitet werden – wir benötigen vor allem einen konsequenten Umgang mit verhaltensauffälligen Wölfen, die wiederholt Menschen zu nahe kommen oder Weidetiere reißen.“

Aus diesem Grund werde die CDU-Fraktion einen Sieben-Punkte-Plan für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wolf in den Landtag einbringen. Unter anderem sehe der Sieben-Punkte-Plan vor, den niedersächsischen Beitrag zum stabilen Erhalt der Wolfspopulation zahlenmäßig festzulegen. Außerdem soll der Wolf ins niedersächsische Jagdrecht aufgenommen und mindestens ein Tier aus jedem Rudel in Niedersachsen mit einem Sender versehen werden.

„Mithilfe der Senderdaten könnte belastbar bewiesen werden, ob sich ein Rudel verstärkt Siedlungen nähert oder wiederholt Nutztiere reißt. Bestätigt sich der Fall, könnten die Rudel dann durch die gezielte Entnahme eines Jungtieres aus dem Rudelverband vergrämt werden“, so Angermann.

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