BERGEN. Tagebuch, Fotoreportage, Videoblog, Fake News, instagram: Mit Medien unterschiedlichster Couleur werden sich vom 10. bis 15. Juni 2018 über dreißig Jugendliche aus Polen, aus der Tschechischen Republik, aus den Niederlanden sowie aus Hermannsburg und Bergen beschäftigen. Anlass für die internationale Jugendbegegnung sind die Anne-Frank-Friedenstage, die mittlerweile zum 16. Mal stattfinden. Am Freitag, den 15. Juni 2018, werden die Jugendlichen ihre Ergebnisse im Ratssaal im Stadthaus Bergen um 16:00 Uhr in multimedialen Darbietungsformen präsentieren. Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Das diesjährige Projekt wird unterstützt von der Konrad-Adenauer Stiftung. Die pädagogische Leitung obliegt Kerstin Strack von der Anne-Frank-Oberschule in Bergen. In verschiedenen Workshops sollen die Jugendlichen die Woche multimedial dokumentieren und begleiten, in Form von Kurzvideos, einer Fotoausstellung, aber auch mit aktuellen „Social-Media-Blogs“ bei instagram, snapchat oder facebook.

Die Anne Frank Friedenstage fanden das erste Mal 1999 statt. In diesem Jahr wäre Anne Frank 70 Jahre alt geworden. Die Initiative dafür ergriff damals der Anne-Frank-Fonds in Basel. Gegründet wurde dieser Fonds von Otto Heinrich Frank, der sich das Ziel gesetzt hatte, die Botschaft seiner Tochter zu verbreiten. Anne Frank schrieb das Tagebuch, dessen Inhalt heute repräsentativ für „alle Opfer des Rassismus, Antisemitismus und Faschismus“ (Anne-Frank-Fonds) steht und sich an dritter Stelle der meist gelesenen Bücher der Welt befindet. Zu den Anne Frank Friedenstagen treffen sich Jugendliche aus ganz Europa in Bergen und thematisieren in Arbeitsgruppen unter anderem die Bedeutung der friedlichen Entwicklung in Westeuropa seit dem Zweiten Weltkrieg  und versuchen so, ein Bewusstsein für Freiheit und Wohlstand zu schaffen. Außerdem ist es auch das Anliegen der Workshop-Arbeit, dass Anne Frank aktuell bleibt und nicht zu einem Mythos wird, sondern als Vorbild der heutigen Zeit fortbesteht. Den Teilnehmern soll laut den Veranstaltern auch deutlich werden, dass sie die Generation sind, die das 21. Jahrhundert prägen wird.

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