WATHLINGEN. Annika Koch kann es nicht fassen: Sie ist die 50.000. Blutspenderin in Wathlingen. Mit ihr zusammen erhalten auch die 49.999., Natascha Jacobi, und der 50.001., Jan Viol, ein kleines Dankeschön vom DRK-Ortsverband der Samtgemeinde Wathlingen. Katharina Rittersen, die Leiterin der Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit im Ortsverband sowie die Vorsitzende Doris Röder und Landesbereitschaftsleiter Torsten Röder freuen sich mit der Geehrten über diese hohe Zahl der Spender in der Samtgemeinde, die seit 1960 den Weg zu den Blutspendeterminen  in Wathlingen gefunden haben.

Peter Friedsch, Gebietsreferent des DK-Blutspendedienstes, weist im Gespräch mit CelleHeute auf den bestehenden Mangel an Blutkonserven hin. Durch die Grippewelle im Winter und die ungewohnt heißen Temperaturen im Mai hätten etliche Spender nicht zu den Blutspendeterminen gehen können. Was für den Einzelnen nur ein, „naja, dann gehe ich eben beim nächsten Mal“ sei, habe zu einem dramatischen Mangel an Blutkonserven geführt, die erfahrungsgemäß gerade in den Urlaubsmonaten erforderlich seien.

Friedsch brachte seinen Dank für all die ehrenamtlich tätigen Ortsverbände zum Ausdruck. Es sei gerade in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich, dass Menschen von ihrer Freizeit mindestens sechs Stunden opferten, um diese Termine vorzubereiten und zu unterstützen. Doris Röder ergänzt: „ Heute sind hier 15 Personen ehrenamtlich im Einsatz, um den Einsatz vorzubereiten und für das Wohl der  Spender und der Ärzte zu sorgen.“ Insgesamt 82 Spenderinnen und Spender  hatten den Weg in die Oberschule Wathlingen gefunden, darunter 17 Erstspender.

Auf Bitten des DRK Ortsvorstandes war auch Lothar Hendrich von der DSG (Deutsche Stammzellspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH) anwesend. Den Spendern wurde die Gelegenheit geboten, ein kleines Röhrchen Blut extra für den Stammzelltest abzugeben, um sich auf die Suche nach dem genetischen Zwilling für Luigi Böse aus der Nachbargemeinde Eicklingen zu begeben, der dringend auf eine Spende angewiesen ist. „Die Suche gleicht der Suche nach der versteckten Nadel im Heuhaufen“, so Peter Friedsch. „Nur, um die Nadel zu finden, muss sie auch im Heuhaufen sein. Es bedarf einer Unmenge von Proben.“

Die nächste Gelegenheit, eine Stammzellprobe abzugeben, haben die Blutspender am Dienstag, 19. Juni, von 16 bis 20 Uhr im Feuerwehrhaus Eicklingen, Dorfstraße 29.

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